Sonntag, 30. April 2006

Als Tschapperl verstrahlt wurde

Seit geraumer Zeit finden sich in den Medien die Interviews zum Thema: "Wo waren Sie am Tag als Dies und Das passierte?". Das kann auch ich oft genau beantworten - immer natürlich dann, wenn ein persönlicher Bezug zur Sache bestanden hat.
9/11 war so ein Ereignis. Ich saß bei schönem Wetter an Nachmittag im Auto, hörte vom ersten Einschlag eines Flugzeuges, live vom zweiten Flugzeug in den Südturm. Ich beeilte mich nach Hause zu kommen, fuhr viel zu schnell und sah dann live die Türme brennen. An sich können Hochhäuser brennen und umfallen ohne dass es mir besonders nahegeht. Aber zwei Jahre zuvor an einem warmen Herbsttag habe ich auf dem WTC-Südturm zwei oder drei glückliche und unvergessliche Stunden verbracht, auf diesem wirklich vielleicht spektakulärsten Aussichtspunkt der Erde. Ich malte mir schon aus, wie man die Dinger in der Mitte halbieren würde und dann wieder Stockwerke draufsetzen könnte, als sie plötzlich zusammensackten. Da saß ich nur mehr konsterniert und sprachlos da.

Dann ist da die Erinnerung an den 1. Mai 1986. Die radioaktive Wolke aus Tschernobyl flog kreuz und quer über Europa. Betroffen war man irgendwie von den Bildern, von der Möglichkeit radioaktiven Fallouts besonders bei Regen war man durchaus informiert. In den Fernsehnachrichten wurde noch am 30.4. diskutiert ob man die üblichen Maiaufmärsche am 1.5. durchführen sollte und ob die rote Wiener Stadtverwaltung die Absage nur nicht machte, weil halt wieder einmal Wahlen vor der Tür standen.
Tschapperl war damals jung, revolutionär gesinnt und vor allem linksorientiert. Klar dass man da am Aufmarsch am Tag der Arbeit nicht fehlen durfte (Reste solcher linken Traditionen gibt es in Österreich heute noch, aber damals standen sie noch halbwegs in der Blüte). Wir demonstrierten für Ideologien, die 40 Kilometer nördlich gerade in den letzten Zügen lagen, die Sozialistische Tschechisch/Slowakische Repuplik und der Eiserne Vorhang waren nicht weit weg, aber wir Besserwissenden würden ein Gleichheit/Brüderlichkeit/Solidaritätsreich schon anders organisieren!
Eine schwachsinnige Idee wie wir heute wissen und in den Achtzigern ahnten, aber das machte beim Linksfolkloreaufmarsch damals nichts. Mit Musikkapellen und Transparenten gingen wir durch eine herrlich aufblühende Frühlingslandschaft, Stadl-Paura hieß die Ortschaft. Ausgewählt wurde die ländliche Location wahrscheinlich nur deshalb, weil die paar hundert Demonstranten in der Bezirksstadt Wels rein zahlenmäßig nichts mehr hergaben und die proletarischen Massen auf dem dortigen großen Stadtplatz wie ein recht verlorenes Häuflein gewirkt hätten. Denn früher kamen hier tausende aus allen Stadtteilen zusammen.

"Bürger lasst das Glotzen sein, kommt herunter, reiht euch ein".

Konnte man in Stadl-Paura schreien soviel man wollte. Es konnte auch gar keiner herunter kommen, weil die Häuser dort eher ebenerdig gebaut waren und das größte Gebäude ein Alten- und Siechenheim des Nazarenerordens war. Die Schwestern hätten wohl ihre Rollie-Schützlinge kaum herbeigeschoben. Dafür kam etwas anderes!
Es lies sich der Himmel etwas einfallen: auf der kleinen Wiese vor dem Marktgemeindeamt war die übliche Schlußansprache und es begann zu regnen. Intensiv, gleichmäßig, ein warmer Mairegen. Fast keiner hatte einen Schirm dabei, warum auch, der Tag hatte ja recht freundlich begonnen.
Pischtnaß standen wir fröhlich scherzend in der Wiese - etwas dumpfes Unbehagen war allerdings dabei - viele Witzchen drehten sich um die Ereignisse im Osten. Es schüttete ein paar Minute, dann aber verzog sich die dunkle Schauerwolke und es wurde noch ein schöner Tag. Leider hat genau dieser Regenguß - der einzige des Tages - die ganzen Isotope aus der Luft gewaschen und auf den Boden gebracht. Triefend nass begaben wir und ins Wirtshaus und hoben die Krüge, weil der Mensch nicht nur außen befeuchtet sein will.

Tschapperl muß gestrahlt haben wie ein Christbaum an diesem Tag.

Heute weiß man dass die Gegend eine der bundesweit am stärksten betroffenen Landstriche war.
Vor einigen Tagen erst habe ich einen Strahlenschutzbeauftragten unseres Bundesheeres gefragt, was ich lege artis damals hätte tun sollen. Das wäre eine ganze Liste gewesen: jeden Regentropfen vermeiden, mit Taschentüchern etc. möglichts viel Nässe entfernen, mehrfach - möglichst nicht zuhause g* - duschen, nicht den kleinsten Regentropfen inkorporieren, Gewand und Schuhe entsorgen (nicht in die Altkleidersammlung natürlich!) und so weiter.

Samstag, 29. April 2006

Kleingärtnerstolz

In diesen letzten Apriltagen treibt gerade mein Lieblingsgewächs aus.

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Vor ungefähr 12 Jahren fand ich ein unbemerkt wachsendes Kastanienpflänzchen ganz hinten versteckt im Garten, grub es aus und setzte es mitten auf meinen Rasen. Mittlerweile ist es ein Jungbaum im Bonsaiformat geworden. Ich schnipple daran das ganze Jahr herum, und so gelang es mir auch das Bäumchen in 1-Meter-Größe zu halten. Nur das Stämmchen wird immer dicker.
Wenn ich es nicht ohne Schrebergärtnerstolz jemanden zeige, dann erhalte ich oft den Tipp es umzuschneiden. Das kränkte mich anfänglich doch sehr, aber mittlerweile kommen diese Ignoraten sofort in die Schublade "botanische Toltalbanause".

Dienstag, 25. April 2006

Regenzeit

Endlich Urlaub. Noch drei Tage und dann eine Woche Freizeit pur. Die Langzeitprognose verheisst nichts Gutes, eher regnerisch.
Dann 10 Tage wieder arbeiten. Und anschließend locken sechs Wochen Urlaub (ich komme mir heuer schon fast wie ein Lehrer vor - rein holidaymäßig) bis Anfang Juli.
Voriges Jahr waren es nur fünf Wochen im Frühsommer, immerhin gingen sich je eine Woche in Thüringen/Sachsen, Valencia und Berlin aus. Besonders letzteres will mir nicht mehr aus dem Kopf und ruft nach einem Wiedersehen. Nur leider macht mir da die WM einen Strich durch die Rechnung: Deutschland.
Heuer also nicht.
Ende Mai gehts dafür nach Galicien, in die Nordwestecke Spaniens. Eine bemerkenswerte Gegend, für spanische Verhältnisse immens grün und sehr regnerisch. Und bevor das Tschapperl richtig trocken wird fährt es noch schnell eine Woche nach Irland Mitte Juni - dort ist der Regen dann richtig zuhause!
Für die restlichen zwei Wochen suche ich noch Unterhaltungsmöglichkeiten: ein wenig nass sollte es schon sein!

Sonntag, 23. April 2006

Schöner Schein

Drei warme Tage mit viel Sonnenschein reichten aus und mein Kirschbaum lockt seit heute die Bienen an. Übrigens eine Woche früher als im Vorjahr - soviel zum allseits beklagten Frühjahrswetter: man tut ihm heuer unrecht mit dem vielen Jammern!

Noch ein Tag Schönwetter und alle Blüten sind bestäubt.

Noch fünf Wochen und die Vögel fressen mir alle meine Kirschen weg.

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Freitag, 21. April 2006

Amselkrieg und Frieden

Gestern habe ich das Mountainbike wieder hervorgeholt. Erfreulich dabei: trotz fortgesetzter Unsportlichkeit in der heuer langen Winterzeit verlief der erste Ausflug nicht schlecht: kein Sturz, keine Anfälle akuter Atemnot am ersten Hügel bergauf - was ein paar Kilo weniger doch ausmachen.
Der Auwald ist am Boden grün, das Blätterdach noch fehlend. Bärlauch und Buschwindröschen überall. Seit Tagen ist es wirklich Frühling, warm und die Sonne scheint aus einem dunstigen, aber blauen Himmel - das sind immer die schönsten Tage des Jahres.

Das Amselnest im Garten habe ich leider übersehen, denn heuer sollte mein Bannstrahl auf die Viecher niedergehen und jeglicher Nestbau verhindert werden. Die Piepmätze haben sich letztes Jahr meinen heiligen Zorn zugezogen, als sie sich vom Würmersuchen in meinem Garten auf das Leerfischen des Gartenteiches verlegt haben: die darin befindlichen Schnecken und Bergmolche waren leichter zu fangen und schmeckten der Amselbrut offensichtlich vorzüglich.

Heuer war mein heimtückischer Plan das Nest noch vor oder wenigstens nach der Eiablage zu zerstören. Allein, ich habe es nie gefunden. Gestern dann ein leises Piepsen direkt in der Thujenhecke vor der Haustüre: schnell die Leiter geholt, nachgesehen und drei putzige Jungvögel im Nest gesehen, noch mit allerlei Flaum. Dort waren sie also! Tschapperl war überlistet und geschlagen. Und ein wenig gerührt als er den kleinen Vöglich in die schwarzen Augen sah.
Das grausige Vorhaben habe ich natürlich nicht ausgeführt, Vogelmord an kleinen Amselkindern ist meine Sache nicht. Das ist jetzt Sache der herumstreunenden Katzen aus der Nachbarschaft sobald die Nachkommenschaft der Teichräuber am Boden herumhüpft und noch nicht richtig flügge ist.

Die Molche und Schnecken werden Stress bekommen.

Mittwoch, 19. April 2006

Was habe ich mich gefreut ...

... als ich mein (oder meinen?) neuen Favicon in anderen Blogs gesehen habe, wo ich gelistet bin.
Und jetzt, wo ich mit den Bildern im Weblog langsam umzugehen lerne, gefällt mir das Alte eigentlich nicht mehr. Und Appetit auf ein neues Design bekomme ich auch langsam. Das kann noch heiter werden - ein weiter Weg für ein dilettierendes, rein autodidakt werkendes Tschapperl wie mich (wie bereits erwähnt kann ich meine EDV-begeisterte Umgebung nicht um Tricks und Beistand fragen, weil mein Gedankengarten Bekannte und Freunde nichts angeht - Verschlusssache eben).
Vielleicht sollte ich vorübergehend

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hinaushängen.

Was habe ich mich geärgert ...

... dass ich keinen Favicon hatte. Mein Gejammer war groß, alle hätten das, nur ich wieder einmal nicht. Fast aussätzig bin ich mir schon mit dem Standardsymbol vorgekommen.

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Jetzt habe ich es auch geschafft. Wenn ich die Twoday-Hilfeseiten halt einmal genauer durchlesen täte, würde ich mir so manchen Frust ersparen. Es steht das Meiste ja irgendwo geschrieben - auch für Dummies.
"Am schwersten zu sehen ist das, was vor den Augen dir liegt" (frei nach J.W. v. Goethe).

Sonntag, 16. April 2006

Osterhasenperspektive

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Freitag, 14. April 2006

Der erste Ostertag

Fünf Hasen, die saßen
beisammen dicht,
es machte jeder
ein traurig Gesicht.

Sie jammern und weinen:
Die Sonn´ will nicht scheinen!
Bei so viel Regen
wie kann man da legen
den Kindern das Ei?

Oh weih, oh weih!

(Heinrich Hoffmann, 1809 bis 1894, ehemaliger Direktor der städtischen Nervenheilanstalt Frankfurt/Main - auch zuständig zB für den Struwwelpeter)

Interpretation: Sauwetter zu Ostern ist keine Erfindung unseres Jahrtausends!

Donnerstag, 13. April 2006

Eier, Hasen und Glocken

Die Eierliste

Mitwirkende: Eltern, meine 2 Geschwister, Oma und Großtante.
Zeit und Ort: Ostersonntagvormittag, traditionelles Eiersuchen in der kleinen Wohnung.
Wir durften alle Schränke, naja fast alle, durchwühlen und die versteckten Ostereier suchen. Anschließend wurden die Eier gezählt und anhand einer Liste durchgegangen, wer wo welches Ei gefunden hat. Eben weil vergessene Eier sich irgendwann unangenehm bemerkbar machen. Wenn dann eines nicht abgehackt werden konnte hat erst ein richtig nettes familiäres Brainstorming und das eigentliche Suchen begonnen.

Kirchgänge satt

Ich hatte einmal eine sehr katholische Freundin. Die lies keine Messe aus - tägliche Besuche im Gotteshaus von Gründonnerstag bis Ostermontag waren Pflicht. Tschapperl war und ist Agnostiker, aber die Liebe war damals stärker als sein Unwille stundenlang die Kirchenbank zu drücken - mächtiger als die zu ertragende Fadesse.
Mit dem Ende der Beziehung war Ostern dann auf einmal wieder eine höchst profane Zeit geworden und ist es geblieben. Heute beschränkt sich mein Osterritus auf kurze Besuche beim Ratzinger wenn ich mich durch das Programm zappe.

Glockenflug

Mit meiner Oma stehe ich am Balkon und schaue gemeinsam mit meinem kleinen Bruder in Richtung der Stadt mit ihren Kirchen. Es ist Gründonnerstag, sie erzählt uns dass die Glocken heute nach Rom fliegen und das wollen wir natürlich nicht verpassen - möglicherweise mit einem unsichtbaren Engel, der sie abholt. Dort hängen sie dann in der Peterskirche herum bis sie an den Feiertagen wieder zurückfliegen.
Aus Begeisterung und Neugierde wird langsam Ungeduld, der Zweifel kommt auf und zuletzt der Unwille. Dann die Erkenntnis: man muss nicht immer überall dabei sein.
Oma bleibt schließlich alleine am Balkon in der Kälte zurück - wir gehen wieder zu den Bilderbüchern und Comixheftchen. Noch einmal tun wir uns das sicher nicht an - reine Zeitverschwendung.

Dienstag, 11. April 2006

Komplimente

Grauer Büroalltag, da kommt ein lange nicht mehr gesehenes Gesicht vorbei. Die alte Putzfrau, seit acht oder zehn Jahren in Pension. Kurz freue ich mich über das Wiedersehen, aber dann kam es:
"Mei, sie haben aber schon wenig Haare! Wie ich sie das letzte Mal gesehen habe, da hatte sie so schöne dichte Locken".
Hätte ich gerne zu ihr gesagt, aber sie war schneller!
"Ja wo samma denn. Jetzat gang des schiache oide Schrappnell dahea und zöhlat meine Hoar, des scheaglate damische Trum, des nudlaugate, anstatt dossa sie söba in Spiagl schaut dee oide Wedahex, de grauslige de" . So oder ähnlich könnte etwa ein Günter Grünwald bei sich wahrscheinlich denken und vermutlich der impertinenten ausgschamt´n Person auch nichts antworten.
Mein wunder Punkt - trotzdem; muß man mir dauernd etwas vorhalten was ich durchaus beim morgendlichen Blick in den Spiegel selbst zu erkennen imstande bin?
"Sie schauen aber gut aus, gar nicht verändert. Kaum älter geworden. Und gefällt´s ihnen in der Pension?" - meine Antwort. Sie hat sich sichtbar gefreut, mich einen Charmeur genannt und es womöglich auch noch ein wenig geglaubt.
Dafür kommt man eines Tages in den Himmel - für was sonst.

Sonntag, 9. April 2006

Vorbeigeflogen

Mittendrin im Schneegestöber,
alle Flocken wirbeln um dich herum.
Jede anders belanglos.
Und dann die einzige Rosafarbene,
sie tanzt dir kurz vor dem Gesicht herum
und ist schon wieder fortgeblasen.
Kurz nur blicke ich ihr nach.
Mich friert wenn ich sie fange
und sie hört auf zu sein.

Donnerstag, 6. April 2006

Auswandern

In der Süddeutschen Zeitung war gestern ein Online-Quiz über den Wissensstand bezüglich der derzeit anstehenden Reform des Gesundheitswesens. Habe als Fremdländer immerhin 24 Punkte gemacht - lag damit gerade noch im oberen Drittel der Teilnehmer. Das hat mich aber gefreut! Zeitunglesen bildet also doch.
Auch den Einbürgerungsprobetest in derselben Zeitung vor ein paar Wochen hätte ich bestanden - nicht einmal die 3 Mittelgebirge hätten das verhindern können. Eine Art Deutsch beherrsche ich auch - was also spricht noch dagegen?
Ich bin auch nicht dafür, dass Frauen fünf Schritte hinter dem Gemahl herlaufen müssen und die Einkaufstaschen alleine schleppen - auch hier hätte ich bei der Gewissensprüfung keine Probleme.
Und beruflich bin ich noch dazu aus einer hochqualifizierten Mangelsparte.
Ich könnte auch Deutschland sein.
Ab und heim ins Reich! Nein Moment, hatten wir das nicht schon einmal??? Ist damals schiefgegangen 1938. Obwohl die damaligen Zeiten bewiesen haben, dass Leute, die in Österreich nichts werden konnten, durchaus beim großen Bruder Karriere machen können.
Auch ein kleines Tschapperl könnte dort vielleicht noch spät aber doch reüssieren.
Und ich würde endlich wieder von Sozialdemokraten (mit)regiert.

Was mache ich eigentlich noch hier?

Bin Unfähig

Ich kann es nicht, ich bringe nichts nach Hause.
Meine alte Digicam gibt langsam den Geist auf. Die Batterien sind müde, manchmal hilft nur noch Draufhauen um sie anzuwerfen. Ich habe noch ein regelmäßiges Einkommen und verhungere nicht, wenn ich mir eine Neue kaufe. Es gibt in und um die Stadt Orte wo welche verkauft werden. Ich habe einen PC und könnte mir eine Kamera online aussuchen und schicken lassen. Ich brauche dann keine Wutanfälle mehr zu produzieren wegen schlechter Bilder und miserablem Handling.
Soweit die Ausgangslage: allein, es gelingt mir nicht.
Ich gehe die Dinge im Elektromarkt besuchen, probiere herum, frage, entscheide dann doch nicht, schaue zuhause noch bei www.geizhals.at hinein, finde ein anderes Modell, lasse mich von befreundeten Experten beraten, welche mehr verunsichern als durch den Angebotsdschungel führen.
Ich beschließe den Kauf einer anderen Kamera, wieder zu Saturn, aber der Apparat daneben sieht noch besser aus. Hat aber 1.000.000 weniger Pixel. Macht nix, sagt der Verkäufer, aber dem mißtraue ich ohnehin am meisten, also wieder nach Hause, neuer Tag, neuer Anlauf, wieder Expertenhearing, und so geht das immer weiter.
So wird das nichts mehr. Die freie Marktwirtschaft mit ihrem üppigen Angebot wird mich einen Tages noch ins Grab bringen.
Obwohl: manchmal denke ich fast, dass mir meine Einkaufsrituale vielleicht doch Lust verschaffen - irgendwelche perversen Dinge treibt schließlich ein jeder.
Das wird noch ein erfülltes Jahr: ich brauche nämlich auch noch einen neuen Fernseher (dringend), ein Auto und eigentlich auch ein Haus.

Mittwoch, 5. April 2006

tapetenwechsel

Tschapperl verreist.
Das kommt vom vielen Herumsurfen: immer wieder sieht man im Web etwas Begehrenswertes, ein paar Klicks, die Kreditkarte liegt auch gleich neben dem PC und schon ist es passiert.
Diesmal waren es nicht Bücher bei Amazon, sondern Flugtickets nach Dublin. Habe nur im "Standard.online" von der neuen Ryanair- Verbindung von Salzburg nach Irland gelesen und bei 60€ konnte ich nicht mehr anders.
Erst dann setzt das Hirn wieder ein: was mache ich eigentlich dort? Schnell einen Atlas geholt, ein paar Internetseiten gesucht und der Schreck relativiert sich: da wartet ein interessantes Land, viel Grün, Regen, Landschaft und vieles mehr. Und dann der nächste Schock: ich habe nur einig Woche Zeit bis zum Rückflug, warum nur habe ich den schon nach acht Tagen gebucht - niemand hat mir verboten länger zu bleiben.
Andererseits kann ich jetzt einer meiner liebsten Beschäftigungen nachgehen und mit Web - Unterstützung ein paar Bequemlichkeiten dort organisieren - das tue ich sogar gerne. Reisebürotätigkeiten haben mich schon immer fasziniert, ich würde gerne dort arbeiten und Leute intelligent herumschicken.
Um im Wechselbad der Gefühle zu bleiben: dort herrscht Linksverkehr! Wird Tschapperl mit seiner bekannte Links-Rechts-Schwäche da wieder heil herauskommen?
"Schau mer mal" würde Franz B. sagen.

Sonntag, 2. April 2006

Weisse Flecken


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Sieht aus als wäre man ganz schön herumgekommen, nette Seite, es täuscht aber. Wenn man von den USA nur Manhatten wirklich kennt kriegt man gleich das ganze Land dazu samt Alaska. Und im ehemaligen UdSSR-Bereich schaut das auch weitgereist aus für punktuelle Visiten in Moskau, Taschkent und Alma Ata.
Vielleicht wäre es interessanter die Karte damit zu füllen wo man sicher nie in seinem Leben hinfahren wird weil man dort nicht einmal angemalt sein möchte und man seine Vorurteile so richtig schön hinplatzieren kann. Etwa die Antarktis im Sommer oder die Mongolei ganz allgemein.
Vielleicht ein andermal.
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