Sonntag, 10. Juni 2007

Ein Rückfall und schlimme ahnungen

Man soll sich nicht halbrekonvaleszent dem Arbeits- und nachmittäglichem Einkaufsstress hingeben. Am Freitagabend lag ich dann mit Fieber im Bett: ein klassischer Rückfall, letztlich ein Eigentor. Als wenn ich unentbehrlich wäre!
Also habe ich dann das Wochenende schlafend oder in der Gartenlaube dahindösend verbracht.
Und ich habe die Ruhe und fallweise sogar Stille genossen - denn damit ist es irgendwann Anfang Juli dann für die nächsten Jahre eh vorbei.

Mittwoch, 6. Juni 2007

Krankfeiern

Eigentlich bin ich ja recht gesund, nur heute eben nicht. Halsschmerzen, Heiserkeit, geschwollene Halslymphknoten, leichtes Fieber, Abgeschlagenheit,.... .
Keine wirklich guten Vorraussetzungen, wenn man im Beruf den ganzen Tag mit den anderen Menschen kommunizieren muß.
Daher bleibe ich heute zuhause.
Wenn ich mich richtig erinnere ist das erst der zweite Tag in den letzten fünf Jahren, an dem ich nicht arbeiten gehen mag. Seit ich damals beschlossen habe endlich gesünder zu leben, mit diversem Unfug aufzuhören, abzunehmen und mich mehr zu bewegen, bin ich ein schlechter Landeplatz für Bazillen aller Art geworden. Man ist ja nicht mehr der Jüngste! Doch diesmal scheint irgendein Erreger ein Hintertürchen gefunden zu haben und hat meine oberen Luftwege frech besiedelt.
Und wenn ich einmal befunden habe sterbenskrank zu sein, dann zelebriere ich das auch gehörig. Schließlich war und bin ich Hypochonder und kann aus den kleinsten Wehwechen, die mich zwicken, die schrecklichsten und möglicherweise längerfristig letalen Konsequenzen ableiten.
Und vor allem muß ich das auch der Welt gehörig mitteilen, dass hier ein Mensch vor sich hinsiecht.
Was ich hiermit getan habe.
Nachdem heißer Tee nicht wirklich Linderung gebracht hat, werde ich bei anhaltendem Leidensdruck doch mein Medikamentenschränkchen vor mittag noch plündern; irgendein Chemotherapeuticum, vor dem sich die verdammten Bazillen zu Tode fürchten und dann reihenweise den Geist aufgeben werden, wird wohl noch lagernd sein.

Samstag, 2. Juni 2007

Beutekunst

Das vermutliche Photo des Jahres!!!

Preisfrage:

"In welchem Museum hängt das Original?"



kaffee

Samstag, 26. Mai 2007

Taubenkrieg

Permanente tagelange Trockenheit und Hitze, und gemeinerweise gibt mein Brunnen noch immer kein Wasser. Daher schleppe ich Gießkanne um Gießkanne aus der Küche (die Ortswasserleitung sprudelt ja) zu den Gartenpflanzen, beziehungsweise mache Wasserentnahmen in meinen beiden kleinen Biotopen, ängstlich bedacht keinen Wasserschneck mitherauszuschöpfen und in die Petunien umzusiedeln. Wenn der Grundwasserpegel nicht bald steigt werde ich die beiden Rohrsysteme wohl verbinden lassen müssen.
Dabei regnete es rundherum: gestern sah ich Gewittertürme über dem Inn- und Mühlviertel und im Süden am Alpenrand. Hier mittendrinn zog es nur ein wenig zu, war schwül und kaum glaubte man dass wir auch ein wenig Naß abbekämen verzog sich das Ganze wieder.
Und es gibt neue Feinde: eine gottverdammte Taubensippschaft sitzt permanent auf dem Hausdach, schaut sehnsüchtig auf die Wasserflächen der Gartenteiche, macht frühmorgens bereits Lärm am Dach über meinem Bett in der Mansarde und gackt hinunter in meine Kräutertöpfe. Gestern habe ich dem Vogelpack den Krieg erklärt und ein paar Warnschüsse mit einer kleinen Luftdruckpistole hinaufgefeuert, jedes Mal, wenn sie wieder gekommen sind. Einmal sind ein paar kleine Federn geflogen, möglicherweise aber durch den Schnellstart beim Flug bedingt, wohl kaum durch einen Treffer. So genau habe ich ja nicht gezielt. Konnte ich auch gar nicht: Wehrdienstverweigerer wie ich sind ja bekannterweise keine Profis beim Schießen.
Die Gefahr scheint sich aber beim Gegner herumgesprochen zu haben. Heute habe ich die fetten Vögel noch nicht gesehen.

Mittwoch, 23. Mai 2007

Nestbau

Also: ich kann jetzt einen Babybody von einem Strampler unterscheiden. Welch Fortschritt, früher war das für mich alles eins. Gelernt ist eben gelernt.
Demnächste werde ich zum Fläschchen- und Schnullerexperten herangereift sein.
Und zum Wickelkünstler, Gitterbettchenzusammenbauer sowie Kinderwagenpilot.


Da habe ich mir etwas angefangen! Die Geister die ich rief, die werd´ ich nicht mehr los.

Montag, 14. Mai 2007

Wärmeeinwirkung

Ein weiterer heißer Tag geht zu Ende.

Heute taten Föhn und Hitze einigen Leuten nicht wirklich gut. Egal ob in der Eisenbahn, im Bus, am Arbeitsplatz oder dann auch noch zuhause: lauter lästige, schwitzende, mal hastend keuchende, mal lethargisch herumschlurfende Gestalten allerorten!

Aber vielleicht haben die paar überdurchschnittlichen Grade aber auch nur meine Wahrnehmungslevel verschoben.

Sonntag, 13. Mai 2007

Onlineblümchen

Fühlt sich an wie der erste wirkliche Sommertag heuer. Es ist um eine Nuance zu warm und das Thermometer nähert sich der 30 Grad-Marke. Auf alle Fälle ist es zu warm um muttertägliche Blümchen zuzustellen.
Gewöhnlich bekommt Muttern an diesen Tage - sie steht halt doch darauf - einen bunten Fliederbuschen. Mein Garten beherbergt praktischerweise vier verschiedenblühende Arten, das sieht nett aus und kostet obendrein nix. Nur heuer ist da Fehlanzeige, weil der Flieder schon längst verblüht ist und nur noch braune vertrocknete Blütenstände aufweist.
Rettung in der Not war der Umstand, dass sich die Dame kürzlich ihr erstes Notebook und einen Webzugang angeschafft hat und mit unendlich großer Begeisterung Mails empfängt und verschickt.
Also hat sich heuer ein Photo mit Pfingstrosen und ein paar Grüßen elektronisch audf den Weg gemacht. In diesem Jahr wird ihr das sogar noch gefallen.

Samstag, 5. Mai 2007

Und es ist gut trotz alledem ...

Dunkle Wolken, immer noch kein Regen.
Wasserstand in den beiden kleinen Gartenteichen 10 cm unter normal.
Der Brunnen ist versiegt.
Kinderwägen sind teuer. Der restliche Babykram auch.
Jetzt auch noch ein Racheninfekt.
Mein Audi gibt komische Geräusche von sich.
Die nähere Umgebung am Arbeitsplatz verblödet schubweise im Wochenrhythmus. Die halbe Republik auch.
Mainz steigt ab (irgendwie hänge ich dran).

Trotzdem bin ich blendend gelaunt. Das ist fast schon zum Sorgenmachen!

Sonntag, 29. April 2007

Verdurstende Oase

In den letzten (auch den heißesten) Sommern - war mein Garten immer eine der letzten grünen Oasen der ganzen Gegend. Keine große Leistung, habe ich mit meinem betagten Häuschen doch auch einen der heute nicht mehr so ganz selbstverständlich verfügbaren Hausbrunnen erstanden. Aus ungefähr 11 Metern Tiefe besorgte die auch nicht mehr ganz junge Pumpe jede Menge Grundwasser, das ich dann im Garten verteilen konnte. Überall war es feucht und tropfte von den Sträuchern und meine Gartendusche war mein Swimmingpoolersatz. Es war ein einziges nasses Vergnügen!
Nach 16 Jahren des sprudelnden Quellens gibt der Brunnen jetzt nichts mehr her. Der Grundwasserspiegel ist nach diesem "Winter" erstmals unter die Ansaugeinrichtung gefallen. Gleichzeitig ist die gute uralte Wasserpumpe im Eimer, weil sie das Luftansaugen nicht überlebt hat, zumindest haben meine selbsternannten Technikexperten, die ich zu Hilfe rief, mir das so erklärt.

MERDE!

Jetzt ist guter Rat - und alles was danach folgen mag - wahrscheinlich teuer. Mit der kommunalen Wasserleitung bewässern geht ins Geld, Brunnen nachschlagen ebenso. Eine neue Pumpe kostet ein kleines Vermögen, die Alternative eines Hauswasserwerkes aus dem nächsten Baumarkt wird nie und nimmer für den gewohnten Wasserdruck sorgen.

Die gefiederten Freunde der ganzen Gegend entdecken jetzt meine beiden kleinen Biotope als einige der letzten Trink- und Bademöglichkeiten der näheren Umgebung. Einerseits ist das erfreulich: Finken, Meisen, Elstern kommen auf Besuch. Andererseits gibt es wie bei den Menschen gute und böse Kreaturen. Zu letzteren zählen die Amseln, die wieder einmal meine Schnecken und Bergmolche als leicht verfügbares Ersatzfutter entdecken, jetzt, wo sich die Würmer tiefer ins Erdreich zurückgezogen haben. Und die Tauben, die rundherum überall hingacken. Momentan bewerfe ich sie noch mit allerlei Gegenständen, bald werde ich aber die schwereren Waffen auspacken müssen.

Es herrscht Krieg rund um das letzte Wasserloch!

Samstag, 28. April 2007

Fastwahrheiten

Ich lese gerade Michel Houellebecq, "Die Möglichkeit einer Insel". In der Mitte des Romans angelangt stelle ich fest, dass es nicht in Sichtweite meines Lieblingsbuches kommt, nämlich "Plattform" - selber Autor. Die Personen gehen mir nicht so wirklich nahe, aber ein paar Seiten haben sie ja noch Zeit.
Es geht überall um das eigene Vergängliche, was ich auch aus der Buchhandlung mitnehme - ohne dass ich wirklich so richig danach suche.
Trotzdem: langsam begreife und fasse ich das mit dem Älterwerden. Roth, Walser und Co. kauen es mir dankenswerterweise vor, ich brauche nur die Büchlein lesen.
So einfach ist das.

Donnerstag, 19. April 2007

Was sind 90 Tage?

Erstmals habe ich mein Notebook ins Freie getragen und sitze in meiner Gartenlaube zwischen den vollerblühten Fliedergewächsen. Blöd dass die heuer über 3 Wochen früher als sonst dran sind: nachdem meine Frau Mama am Muttertag immer irgendetwas erwartet und ich für derart blödsinnige Feiertage nicht bereit bin auch nur ein paar Euro locker zu machen, habe ich eben immer ein paar Stauden zurückgeschnitten und vorbeigebracht.
Wird heuer nicht gehen. Mist. Meine Rosen schneide ich für so etwas nicht ab.

Alles wächst derzeit so schnell, dass man kaum folgen kann. Am hurtigsten reift aber derzeit mein Nachwuchs heran. Gestern begann der letzte Trimenon. Diese relative Stille hier im Garten und in den Nächten wird wohl bald ein Ende haben - wird mir von allen Gleichaltrigen, die ihre Brut bereits aufgezogen haben und von denen einige schon bald mit Enkelkindern rechnen - andauernd ungefragt prophezeit. Irgendwie mischt sich in deren durchaus redliche Mitfreude aber auch ein wenig Schadenfreude: war es doch meine Wenigkeit, die immer die Vorzüge des kinderlosen Lebens gepredigt hat und sich oft mit besserwisserischen Erziehungstipps nicht zurückhalten konnte.
"Alles kommt einem heim", pflegte meine Großmutter zu sagen.

Noch ungefähr 90 Tage, dann bin ich Vater. Das Verdrängen dieser Tatsache funktioniert langsam nicht mehr. Wenn ich dran denke, was ich schon Termine in meinem Leben hinausgeschoben habe! Manchmal wünschte ich, er ließe sich noch wenigstens bis zum Herbst Zeit. Aber den Gefallen wird er mir nicht tun. Wie gesagt, es fängt schon an, das Heimkommen.

Leichenhaus

Jene Blogs, die ich meinen geneigten Besuchern unter "BEWUNDERNSWERTES" ans Herz und vor die Augen lege,sterben wie die Fliegen. Habe ich wirklich so eine Vorliebe für Friedhofsgeruch, warum hören die immer auf, die dort stehen? Ich scheine schon ganze Bloggergenerationen dort entfernt zu haben, nachdem ihnen die Luft oder sonst etwas ausgegangen ist. Sagen sie sich etwa: "Wenn ich bei tschapperl auf der Liste stehe, habe ich sicher etwas falschgemacht, stehe ich am Abgrund, beginnt der erste Geier über mir zu kreisen, schnell den Blog dicht machen - so morbid bin ich doch auch nicht"?

Ich will jetzt ja gar nicht der verehrten Ichduersieeswirihrsie zuviel nachtrauern,stelle aber fest:
Der Klippenkuckuck schreit fast nicht mehr, Mauzi hat die Türe verrammelt, Darky vulgo Schulzenator treibt woanders sein freundliches Wesen. Blaulicht und Graulicht liegen darnieder.

Wird Zeit wieder einmal aufzuräumen.

Dienstag, 10. April 2007

Flotter dreier versus ausgewogener vierer

Ein Dreier scheint leichter im Handling zu sein, insbesondere bei Richtungsänderungen, scheint aber eher kippen zu können, wenn man zuviel Schwung mitnimmt. Oder wenn er sich auf schräger Unterlage bewegt - das könnte Probleme geben.
Dagenen scheinen Vierer standfester zu sein. 2 Achsen, jeweils zur Seite hin stabiler. Und alles wird gleichmäßiger belastet - irgendwie ausgewogen, fast ein wenig zu konservativ. Dafür fehlt die sportliche Komponente.
Mann muß so einiges bedeken, ehe er sich für das richtige Modell entscheidet - schließlich muß man einige Zeit dann damit Leben.
Die nächsten Fragen sind dann - wenn die Anzahl einmal feststeht: sollen die Räder des demnächst anzuschaffenden Kinderwagens gleich groß sein, wie breit, mit Profil, etc ...? Welcher Typus ist wintertauglicher?
Autokaufen ist ein Kinderspiel dagegen.

Samstag, 7. April 2007

St. Kathrein

erst muaß´ärger werden
dann kann´s besser werden,
dann wird´s ganz aufhören,
das ist schön.

Nachkriegslyrik, gehört neulich im Nachmittagsfilm (Die Sennerin von St.K.)

Ich muß dabei immer an unwillkürlich an die Altvorderen denken. Da sind die damals ins Kino gegangen, haben sich so was zwei Stunden angeschaut, waren dann ganz gerührt, sind zufrieden nach Hause gegangen und dort haben sie dann so nette Babies wie mich gemacht.

Donnerstag, 5. April 2007

Zweites Leben

Natürlich war ich auch schon dort (ich kann ja keiner Versuchung wiederstehen und nichts Zeitgeistiges auslassen) und bin komplett gescheitert.

Ich fasse ganz einfach nicht Fuß in dieser Unwelt. Ich verdiene keine Lindendollars, finde nur mit Mühe noch ein wenig Gewand und fliege ziellos in den Inselchen und über den Stränden und Discos herum, schaue mir ein paar Sachen an, die mir süffisant zuvor schon von Spiegel-online empfohlen wurden und die Dinge übertreffen - dort einmal angekommen - die schlimmsten Befürchtungen von Banalität und Nonsense.

Sicher bin ich zu faul um die ganze erforderliche Technik zu erlernen und ich mag mich mit den Lemuren dort eigentlich gar nicht unterhalten - ich bin ein paar Mal richtig weggelaufen, wenn mich einer angesprochen hatte.
War ich an den falschen Plätzen, habe ich nichterfüllbare Erwartungen? Warum ist mir das ganze Unding sofort so unsympathisch gewesen, mit erheblichem Nichtwohlfühlfaktor?
Begreife ich es nur nicht, bin ich zu alt dafür??? Humor- und phantasielos?????

Die entscheidende Frage aber wird sein, ob ich dort Irgendetwas versäume.
Juni 2026
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 1 
 2 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
 
 
 
 
 
 
 
 
logo

tschapperl

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

So viel ist geschehen
Zwei ereignisreiche Jahre. Und kein Tag umsonst gelebt.
tschapperl - 7. Mär, 17:53
Schief ging es. Aber...
Schief ging es. Aber erst nach 18 Monaten. Tolle Zeit...
tschapperl - 7. Mär, 17:51
schubbs ;-) wie gings...
schubbs ;-) wie gings weiter?
Bermejo - 16. Jul, 21:06
Es geht doch noch
Ich bin verliebt. Wunderschön: das Gefühl unterscheidet...
tschapperl - 19. Jan, 22:37
Na Bumm
Es gibt ihn noch, diesen Blog. Hätte fast drauf vergessen. Aber...
tschapperl - 31. Okt, 16:40

Kalendarium

Juni 2026
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 1 
 2 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
 
 
 
 
 
 
 
 

Extraordinäres

tschapperl@gmx.net

Mein Lesestoff


Reinhard Kaiser-Mühlecker
Der lange Gang über die Stationen


Christian Kracht
Faserland: Roman

Musikliste

WETTERBERICHT

Suche

 

Status

Online seit 7482 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 7. Mär, 17:53

Credits

powered by Antville powered by Helma

sorua enabled
Creative Commons License

xml version of this page

twoday.net AGB

www.flickr.com

BIG BROTHER

Visitor locations

Alltag
Baustelle
Bloggerschicksal
Botanisches
Brutpflege
Lyrische Ader
Momentane Befindlichkeit
Ortswechsel
Verdammt lang her
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren
Counter