Momentane Befindlichkeit

Mittwoch, 25. Juli 2007

Kabelsalat

Die massive technische Aufrüstung meines Haushaltes beginnt mich zu überfordern. Letzte Woche gab es einen Camcorder und einen neuen LCD-Ferneher, gestern kam eine DigiBox für umfangreicheren Kabelfernsehempfang dazu.
Jetzt liegen im überall Verpackungen herum, zusätzlich lauter neue Kabel und Gebrauchsanleitungen. Jedes Gerät für sich wäre ja noch ganz einfach zu begreifen und in irgendeinem Easy-Modus auch schnell betreibbar. Wenn man aber die Sachen vernetzt haben will, dann - mei Liaba! - wird es kompliziert. Und in Ansätzen fast hoffnungslos.
Doch knapp bevor ich einen Wutanfall erleide und einzelne Dinge gegen die Wand werfe, da fängt plötzlich der kleine Ralph, der auch irgendwo herumliegt, zu schreien an, weil er hungrig ist oder es ihm vielleicht einfach nur langweilig zu sein scheint.
Wenn ich ihn dann aufhebe und in den Arm nehme sind die ganzen technischen Widerwärtigkeiten auf einmal so was von verschwunden wie sie nur sein können. Statt der Wut durchströmt mich plötzlich ein Wärmegefühl, statt Verzweiflung nur noch die Gewißheit, dass es wichtigere Dinge gibt, als diesen elektronischen Pallawatsch aufzulösen. Das hat Zeit für morgen oder auch übermorgen - oder irgendwann. Klingt kitschig, ist aber so!

Erkenntnis des Tages: das Kind tut mir offensichtlich gut.

Freitag, 20. Juli 2007

Hitzige aussichten

Mein Bruder hat sich für drei Wochen in die Ägäis nach Samos zurückgezogen. Heute bekam ich eine SMS von ihm mit freundlichen Grüßen und der höflichen Anfrage, wie sich bei ihm das Wetter in den nächsten Tagen gestalten möchte: es werde ihm nämlich zunehmend heiß. Also schaue ich bei Wetteronline hinein und stelle fest, dass er in den letzten Tagen bei bestenfalls 36 Grad geschwitzt haben kann.
Unverständliches Gejammer! Der hat einen frischen Meltemi, der ihm um die Ohren bläst, das Ganze sicherlich erträglich macht und daneben noch die Ägäis, in die er schnell mal reinhüpfen kann.
Meinereiner erträgt seit Tagen Mittagstemperaturen in den mittleren Dreißigern, dazu kaum Wind und eine schwüle Luft zum Schneiden. Der kleine Ralph glaubt vermutlich schon, irgendwo knapp südlich der Sahara zur Welt gekommen zu sein und die seit jeher hitzeunbeständige Frau Mama ist seit Tagen grantig und hängt nur herum.
Die richtige Antwort wäre: wenn er damals in der Schule aufgepasst hätte, dann müsste ihm geläufig sein, dass das Mittelmeerklima im Sommer ein heißes ist.

Samstag, 14. Juli 2007

Der Grillgestank und die rote Hose

Gestern Abend war die ganze Umgebung wieder einmal von dichten Rauchschwaden verhangen. Nach tagelangem Schlechtwetter wurden die Feuerstellen in allen Gärten wieder gleichzeitig in Betrieb genommen.
Nichts riecht besser, als bratendes Schweinefleisch auf dem eigenen Gartengriller. Nichts stört das Olfaktorium mehr, als der Grillgeruch aus Nachbars Garten. Sinnlose Speichelflußanregung!
Noch dazu, wenn man wieder einmal das eigene Gewicht reduzieren will. Vor 2 Monaten habe ich beschlossen, dass ich den kleinen Ralph mit meiner lange nicht mehr verwendeten roten Hose bekleidet aus dem Klinikum abholen werde. Irgendein Ziel muß man sich ja setzten. Das Wäschestück liegt mir am Herzen, eine Verwendung war aber ausgeschlossen. Die Gelegenheit war also da und günstig.
Dazu war eine Reduktion der Gewichtes von mindestens 7 kg erforderlich. Bis zur Geburt waren es lediglich 2,5kg entbehrungsvoller Verlust. Dann kam der Vaterstress dazu und das Tschapperl vergaß fast gänzlich auf die Nahrungsaufnahme ohne großes Hungergefühl.
Kurzum: gestern beim Heimtransport des kleinen Ralph passte das gute alte Kleidungsstück.

Donnerstag, 14. Juni 2007

Waldheimat

Starb er zu früh?

Manch einem Heimgegangenen schreibt man das auf den Grabstein. Ein letzter Vorwurf.

Wollte noch im Standard einen kleinen Nachruf posten - leider hat das Schurkenpack dei Kommentarfunktion abgedreht.
Wo soll ich jetzt hin mit meinem Klagelied?

Mittwoch, 6. Juni 2007

Krankfeiern

Eigentlich bin ich ja recht gesund, nur heute eben nicht. Halsschmerzen, Heiserkeit, geschwollene Halslymphknoten, leichtes Fieber, Abgeschlagenheit,.... .
Keine wirklich guten Vorraussetzungen, wenn man im Beruf den ganzen Tag mit den anderen Menschen kommunizieren muß.
Daher bleibe ich heute zuhause.
Wenn ich mich richtig erinnere ist das erst der zweite Tag in den letzten fünf Jahren, an dem ich nicht arbeiten gehen mag. Seit ich damals beschlossen habe endlich gesünder zu leben, mit diversem Unfug aufzuhören, abzunehmen und mich mehr zu bewegen, bin ich ein schlechter Landeplatz für Bazillen aller Art geworden. Man ist ja nicht mehr der Jüngste! Doch diesmal scheint irgendein Erreger ein Hintertürchen gefunden zu haben und hat meine oberen Luftwege frech besiedelt.
Und wenn ich einmal befunden habe sterbenskrank zu sein, dann zelebriere ich das auch gehörig. Schließlich war und bin ich Hypochonder und kann aus den kleinsten Wehwechen, die mich zwicken, die schrecklichsten und möglicherweise längerfristig letalen Konsequenzen ableiten.
Und vor allem muß ich das auch der Welt gehörig mitteilen, dass hier ein Mensch vor sich hinsiecht.
Was ich hiermit getan habe.
Nachdem heißer Tee nicht wirklich Linderung gebracht hat, werde ich bei anhaltendem Leidensdruck doch mein Medikamentenschränkchen vor mittag noch plündern; irgendein Chemotherapeuticum, vor dem sich die verdammten Bazillen zu Tode fürchten und dann reihenweise den Geist aufgeben werden, wird wohl noch lagernd sein.

Montag, 14. Mai 2007

Wärmeeinwirkung

Ein weiterer heißer Tag geht zu Ende.

Heute taten Föhn und Hitze einigen Leuten nicht wirklich gut. Egal ob in der Eisenbahn, im Bus, am Arbeitsplatz oder dann auch noch zuhause: lauter lästige, schwitzende, mal hastend keuchende, mal lethargisch herumschlurfende Gestalten allerorten!

Aber vielleicht haben die paar überdurchschnittlichen Grade aber auch nur meine Wahrnehmungslevel verschoben.

Samstag, 5. Mai 2007

Und es ist gut trotz alledem ...

Dunkle Wolken, immer noch kein Regen.
Wasserstand in den beiden kleinen Gartenteichen 10 cm unter normal.
Der Brunnen ist versiegt.
Kinderwägen sind teuer. Der restliche Babykram auch.
Jetzt auch noch ein Racheninfekt.
Mein Audi gibt komische Geräusche von sich.
Die nähere Umgebung am Arbeitsplatz verblödet schubweise im Wochenrhythmus. Die halbe Republik auch.
Mainz steigt ab (irgendwie hänge ich dran).

Trotzdem bin ich blendend gelaunt. Das ist fast schon zum Sorgenmachen!

Samstag, 28. April 2007

Fastwahrheiten

Ich lese gerade Michel Houellebecq, "Die Möglichkeit einer Insel". In der Mitte des Romans angelangt stelle ich fest, dass es nicht in Sichtweite meines Lieblingsbuches kommt, nämlich "Plattform" - selber Autor. Die Personen gehen mir nicht so wirklich nahe, aber ein paar Seiten haben sie ja noch Zeit.
Es geht überall um das eigene Vergängliche, was ich auch aus der Buchhandlung mitnehme - ohne dass ich wirklich so richig danach suche.
Trotzdem: langsam begreife und fasse ich das mit dem Älterwerden. Roth, Walser und Co. kauen es mir dankenswerterweise vor, ich brauche nur die Büchlein lesen.
So einfach ist das.

Donnerstag, 19. April 2007

Was sind 90 Tage?

Erstmals habe ich mein Notebook ins Freie getragen und sitze in meiner Gartenlaube zwischen den vollerblühten Fliedergewächsen. Blöd dass die heuer über 3 Wochen früher als sonst dran sind: nachdem meine Frau Mama am Muttertag immer irgendetwas erwartet und ich für derart blödsinnige Feiertage nicht bereit bin auch nur ein paar Euro locker zu machen, habe ich eben immer ein paar Stauden zurückgeschnitten und vorbeigebracht.
Wird heuer nicht gehen. Mist. Meine Rosen schneide ich für so etwas nicht ab.

Alles wächst derzeit so schnell, dass man kaum folgen kann. Am hurtigsten reift aber derzeit mein Nachwuchs heran. Gestern begann der letzte Trimenon. Diese relative Stille hier im Garten und in den Nächten wird wohl bald ein Ende haben - wird mir von allen Gleichaltrigen, die ihre Brut bereits aufgezogen haben und von denen einige schon bald mit Enkelkindern rechnen - andauernd ungefragt prophezeit. Irgendwie mischt sich in deren durchaus redliche Mitfreude aber auch ein wenig Schadenfreude: war es doch meine Wenigkeit, die immer die Vorzüge des kinderlosen Lebens gepredigt hat und sich oft mit besserwisserischen Erziehungstipps nicht zurückhalten konnte.
"Alles kommt einem heim", pflegte meine Großmutter zu sagen.

Noch ungefähr 90 Tage, dann bin ich Vater. Das Verdrängen dieser Tatsache funktioniert langsam nicht mehr. Wenn ich dran denke, was ich schon Termine in meinem Leben hinausgeschoben habe! Manchmal wünschte ich, er ließe sich noch wenigstens bis zum Herbst Zeit. Aber den Gefallen wird er mir nicht tun. Wie gesagt, es fängt schon an, das Heimkommen.

Dienstag, 10. April 2007

Flotter dreier versus ausgewogener vierer

Ein Dreier scheint leichter im Handling zu sein, insbesondere bei Richtungsänderungen, scheint aber eher kippen zu können, wenn man zuviel Schwung mitnimmt. Oder wenn er sich auf schräger Unterlage bewegt - das könnte Probleme geben.
Dagenen scheinen Vierer standfester zu sein. 2 Achsen, jeweils zur Seite hin stabiler. Und alles wird gleichmäßiger belastet - irgendwie ausgewogen, fast ein wenig zu konservativ. Dafür fehlt die sportliche Komponente.
Mann muß so einiges bedeken, ehe er sich für das richtige Modell entscheidet - schließlich muß man einige Zeit dann damit Leben.
Die nächsten Fragen sind dann - wenn die Anzahl einmal feststeht: sollen die Räder des demnächst anzuschaffenden Kinderwagens gleich groß sein, wie breit, mit Profil, etc ...? Welcher Typus ist wintertauglicher?
Autokaufen ist ein Kinderspiel dagegen.
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