Momentane Befindlichkeit

Mittwoch, 14. März 2007

Männerwelt

Seit heute ist es gewiß: mein Nachwuchs ist männlich. XY. Alles ist dran im Ultraschall und an der richtigen Stelle. Herz schlägt, Bewegungen und Größe passen - bereit zum großen Showdown in etwa 14 Wochen.

Früher hätte ich wunschmäßig eher zu einer Tochter tendiert, aber jetzt überwiegt doch dieses "Hurra-ich-habe-einen-Stammhalter" - Gefühl.

Man ist halt doch ein wenig macho.

Freitag, 2. März 2007

Vorsätze 2007 - Eine Zwischenbilanz

Zu Neujahr stand fest:

1. Die Kilos müssen runter
2. Am Jahresende werde ich heuer mit den Arbeitskollegen an einem Sylvesterlauf teilnehmen (10.000 Meter, keinesfalls unter 60 Minuten)

Anfang März stellt sich die Situation wie folgt dar: mit 84,6 kg wiege ich um 2 kg mehr als zu Jahresbeginn, die zurückgelegten Trainingskilometer beim Laufen sind 0 (null). Trotz neuer Laufschuhe, warmer Witterung und ausreichend Freizeit ist der Start immer wieder verschoben worden.

Was schreibe ich denn: "Ist verschoben worden". Wer hat hat ihn denn verschoben? Auch die Wortwahl entlarvt den Selbstbetrüger. Genauso wie das hierzulande gebräuchliche "a bisserl".

Samma halt no a bisserl weng g´rennt, hamma jo a no a bisserl Zeit, und wegen der bisserl Fettn wern ma a no wos mochn, amoi. Halt net heit.
Tschapperl stellt sich jetzt ins Eck und schämt sich für den Rest des Tages.

Hinkünftig könnte ich alle Beiträge in Abwandlung von Cato´s Spruch mit Ceterum censeo adipositatem esse reductam beschließen - nur so zur eigenen Erinnerung was anstünde.

Donnerstag, 22. Februar 2007

Mitschwangerschaft

Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr.

Sagt man.

Stimmt aber nicht. Oder nur in Ansätzen.

Anstatt unschuldig und fadisiert in die Vorfrühlingssonne zu blinzeln schwenkt heuer mein Blick auf der Straße neuerdings interessiert von Kinderwagen zu Kinderwagen, auf alles eben, mit dem die Brut herumchauffiert werden möchte. Mir ist zuvor nie aufgefallen, wieviele verschiedene es gibt: dreirädrige, vierrädrige, schmale, breite, sportliche und einkaufswagenähnliche Babykutschen. So eine verwirrende Vielfalt.
Und wieviele es in so einer Stadt gibt: wo bleibt der Geburtenschwund frage ich mich! Aber es sind halt immer diese subjektiven Wahrnehmungen, ähnlich der Erkenntnis, als ich damals meine erste Lederjacke kaufte und anschließend nur noch Mitmenschen mit gegerbten Tierhäuten herumlaufen sah.
Dann die Namensgebung! Seltsam, welche abwegigen Vorlieben Frauen haben und wie sie heftig und unwirsch auf die wohlgemeinten und durchdachten Vorschläge des Erzeugers reagieren. Bis Ende Juni muß hier irgendwie ein Konsens gefunden werden, ansonsten kann ich auf die entscheidende Frage der Hebamme nur mit einem Achselzucken antworten. SIE will keinen Karl und ICH will keinen Balg, der mit meinem Vornamen herumläuft. Das ist keine Ehre für mich und eine falsche Vorgabe für den Stammhalter!
Da kann man eigentlich nur auf ein Mädchen hoffen, es gibt hier mittlerweile einen Pool oder Minimalkonsens von 8 oder 10 Namen in der engeren Wahl. Einfach ist es aber nicht, wie man es auch betrachtet. Ein Name soll schließlich eine Bedeutung haben oder wenigstens einen brauchbaren Heiligen im Hintergrund. Und vor allem keine Allerweltsbezeichnung sein wie diese gräßlichen Lena/Lara/Hanna/Sara/Lisa-Abkürzungen und ähnliche Vereinfachungen ursprünglich brauchbarer Titulierungen. Auf der anderen Seite bekommt es sicher keinen Modenamen wie Lukas: sonst schreit man dem Stammhalter vom Rande des Spielplatzes herbei und ein Dutzend Lukasse drehen sich um.

Aber sonst geht es mir eigentlich ganz gut: ich leide unter keiner Übelkeit, mein Gewicht bleibt konstant, mir tritt niemand dauernd von innen gegen die Bauchdecke und ich kann mich gewohnt ungesund weiterernähren. Ich brauche keine Anti-Streifen-Cremes und die einschlägige Gymnastik sieht mich natürlich auch nicht, mein Mountainbike aber schon. Ich könnte rauchen wenn ich es nur täte und unbedenklich Tabletten gegen alle möglichen Wehwechen schlucken.
Einmal im Leben zieht Mann eben die bessere Karte!

Sonntag, 18. Februar 2007

Plagiat ???

http://tschapperl.livejournal.com/

Mittwoch, 14. Februar 2007

Sankt Valentin

Ein sicherlich verdienstvoller Heiliger und ein Eisenbahnernest an der Westbahnstrecke.
Diesbezügliche Feierlichkeiten scheinen absolut verzichtbar.

Die Notwendigkeit entspricht dem Tritt in ein Hundstrümmerl. Nur eine weitere importierte Brauchtumsveranstanltung aus dem Amiland (siehe Halloween).
Ich wäre ja sonst nicht so, sollen sie ihren Unfug treiben solange sie mich medial nicht damit tangieren. Aber irgendwann geht das Häferl über vor lauter Getue und Belästigungen.

Samstag, 10. Februar 2007

Halbzeit

Lange blieb es geheim, allmählich werden es aber immer mehr Menschen, die davon erfahren haben. Die lieben Leute, die hier gelegentlich in meinem Gedankengärtchen vorbeischauen, die sollen es nicht als die Letzten wissen.
Möglichweise gab es schon Andeutungen, vielleicht hat sich auch die Wahl der geschriebenen Wörter hier bereits geändert, hat sich das Weltbild schon verrückt - bevor jemand auf den Gedanken kommt, Tschapperl wird senil, seltsam harmoniebedürftig oder überhaupt etwas eigen - es gibt einen Grund dafür.
Einen Auslöser, der vor Jahren noch eine schreckliche Vorstellung gewesen wäre, schon der Gedanke daran ein Graus. Und dann keimt doch ein gemeinsamer Wunsch auf, wird abgewogen, überlegt und dann schließlich erfüllt, ehe es zu spät ist und die biologische Uhr sagt, dass es vorbei damit ist.
Ich bekomme im Sommer Nachwuchs.

Freitag, 9. Februar 2007

Supervision

Manchmal gibt es Schwierigkeiten am Arbeitsplatz. Heutzutage wird dann moderiert darüber geredet. Zwei etwa gleich große Gruppen setzen sich im Kreis automatisch gegenüber. Ich komme etwas zu spät, will mich eigentlich nicht zu den Alten, Besserverdienenden, Anschaffenden, Klügeren, Ausgebildeteren und Überlegt(er)en setzen, obwohl ich zweifelsfrei dorthin gezählt werden muß.
Es gibt viele kleine und große Gründe, warum Sand im Getriebe ist. Sie werden nach und nach genannt. Und dann fällt der Satz:" Es liegt auch am Alter der Gruppierungen, WIR JUNGEN ...".
Shit, denke ich mir in dem Moment, hat das jetzt wirklich sein müssen, was treibt die Göre an das wirklich aussprechen zu müssen? Warum muß ich mir hier anhören, was ich ohnehin schon ahne - nein, eigentlich weiß?
Warum fühle ich mich jünger, als es mir zusteht? Sehen die mich bei den Verbohrten, den Senilen, warum kann sie nicht sagen: "WIR Jungen und natürlich auch noch TSCHAPPERL...", oder "Bis auf wenige Kollegen der Gegenseite empfinden wir euch alle so uralt" und mich dabei merk- und fühlbar komplizenhaft anschauen.
In einem Topf mit den Alten geworfen zu werden, mit den Unflexiblen, dem Establishment, den vermeintlich Weisen und Altklugen! Ich könnte schreien.
Das hier ist mein Schrei!
Dieses Frühjahr beginnt nicht gut, es mutet an wie der Beginn der großen Lebenskrise in der Mitte des Daseins.

Mittwoch, 17. Januar 2007

Wer fürchtet sich vor Kyrill ?

Wer Wind säht, wird Sturm ernten.
Andererseits: angesagte Katastrophen finden gewöhnlich nicht statt.

Beim letzten größeren Windereigniss 1999 haben sich bei meinem Häuschen ein paar Dachziegel verabschiedet. Mein Versicherungsmann wird schon schlecht schlafen!

"Schau mer mal" würde F.B. sagen.

Samstag, 6. Januar 2007

Zeitabläufe

Es stimmt etwas nicht mehr.

Es ist Jänner, die Wiesen sind noch grün, einiges Unkraut steht noch im Garten herum ohne zu erfrieren. Gestern sah ich hat ein altes Marktweiblein Brunnenkresse verkaufen, die ich sonst eher mit Ostern verbinde.

Es ist wieder ein Jahr um und ich habe das Zeitgefühl verloren. Rundherum regnet es Geburtstage von Menschen, bei denen ich mir gar nicht vorstellen konnte, dass die so alt werden wie sie schon geworden sind - 35, 40, 45. Die waren doch eben noch viel jünger! Und wenn die jetzt schon so alt werden, was passiert dann mit mir? Ich fühle keinen Fortschritt oder Abstieg auf meiner Lebensbahn. Tue ich nicht, will ich auch nicht.

Dann diese Prophezeihungen, dass es 2050 ganz schön warm werden wird in unseren Gegenden: eigentlich finde ich das ja ganz erfreulich, nur genau nachgedacht bin ich zu diesem Zeitpunkt mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits tot. Mausetot. 2 Meter unter der Erde.

Das Jahr des bangen Wartens auf die Midlifecrises hat begonnen.

Sonntag, 31. Dezember 2006

Fast vorbei

Ein gutes Jahr geht zu Ende.

Einiges war nicht so toll, aber im Großen und Ganzen war es nicht so schlecht, wie vielleicht mancher Eintrag hier vermuten lies. Wahrscheinlich sogar das Drittbeste in meinem Leben - nach 1967 und 1976.
Alle Vorzeichen deuten darauf hin, dass 2007 noch besser wird - vielleicht die erfreulichste Zeit meines Daseins.

Kaum noch auszuhalten!
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