Samstag, 19. August 2006

Bloggertreffen? Schön wär´s!

Mein Weblog kennt zwei Zielgruppen: alle Leute, die hier hereinschauen und MICH.
Alle Leute? Nein, nur fast alle. Jene, die mich persönlich kennen und mein nächstes Umfeld sind ausgeschlossen. Kategorisch. Wenn mir jemand zu Hause oder (selten) in der Arbeit über die Schulter schaut, wird blitzartig auf irgendwelche anderen Seiten umgeschaltet. Ich habe eben einmal beschlossen, dass dieser kleine Gedankengarten für meine Umgebung tabu bleibt. Etwas, was es für sie einfach nicht gibt.
Das hat Vorteile. Man kann rücksichtsloser schreiben, wobei ich mir aber - bisher - eine Grenze gesetzt habe: wenn es jemand doch liest, für den es explizit nicht bestimmt ist, dann soll das möglichst folgenlos bleiben. Hätte ich diese Selbstbeschränkung nicht mehr, dann würde es hier sicher, naja, sagen wir einmal "interessanter" zugehen.
Wenn ich technisch schon soweit wäre, dann könnte ich jetzt eine Umfrage machen, etwa: "Soll Tschapperl künftig die Sau rauslassen?". Vielleicht würde sie ja 4:1 dafür ausgehen. Der Wählerwille wäre dann zu befolgen, sonst wird man nicht wiedergewählt oder in diesem Falle einfach nicht mehr angeklickt.
Aber vorläufig bleibt es hier bei braver unverfänglicher Alltagsbetrachtung. Das Rumpelstilzchen in mir kann ich ja andernorts mit Kommentaren herauslassen.

Außenseiter haben es allerdings nie leicht. Wenn ich beim Paraflyer lese, dass es in wenigen Wochen in Wien ein Treffen von Bloggern gibt, die ich recht gerne lese, dann wäre ich an sich mit Vergnügen dabei, so weit ist das ja nicht weg von hier. Nur wie begründe ich dann ein, zwei Tage Abwesenheit? Ich kann hier nicht ganz einfach unbemerkt verschwinden, womöglich meldet man mich dann vermisst. Ich kann aber auch nicht sagen: "Ich fahre schnell nach Wien zu Bloggertreffen", weil ich dann erstmal erklären müsste, was ein Weblog ist und warum ich so was habe und seit wann und wieso und überhaupt. Das wird zu kompliziert.
Sieht so aus als müsste ich zu Hause bleiben.

Donnerstag, 17. August 2006

Falsche Propheten

Alle jammern seit Wochen über das Wetter: Juni zu kalt, Juli zu heiß, seit Tagen wird das Ende des Sommers herbeigeschrieben. Nur der hält sich nicht dran.
Was konnte man darüber nicht reihum lesen in allen möglichen Blogs: schon aus, wieder so kurz, noch nicht Alles erlebt, das Vorgehabte nicht gemacht, ...
Und heute: Sonnenschein, 28 Grad, fast wolkenlos, ein milder leichter Südwind.
Rundumwohlfühlwetter.
Man muß es nur erwarten können.

Samstag, 12. August 2006

Sechshundertsechzig Gramm

Als Kind hatte man es gut: es waren immer zwei Generationen vor einem und man konnte sicher sein, bevor die nicht tot sind ist man selbst nicht dran.
Als Teenager und Twen bekam dieses Sicherheitsnetz Risse. Omas und Opas verabschiedeten sich und dann waren nur noch die Eltern da. Die leben heute noch, erfreuen sich manchmal erstaunlicher Vitalität, doch wenn man genau hinschaut ...
Irgendwann werden auch sie in der Erde verschwinden und man ist in die Generation "Warten-auf-den-Sensenmann" Vollmitglied.
Seit gestern spüre ich auch Druck von unten, der erste Nachkomme in der engeren Familie ist da: ich bin erstmals Onkel.

Paul heißt er. Lange ersehnt, noch nicht erwartet weil vor der Zeit gekommen, mit 660 Gramm als Frühchen keinesfalls über den Berg - und der wirft noch einen langen Schatten. Die allgemeine Aufregung und die Angst überwiegen derzeit bei Weitem die Freude.

Aber ein wenig gute Laune blitzt schon durch den Vorhang: wurde hierorts ja ausreichend geübt.

Donnerstag, 10. August 2006

Terror-Alarm

Was ein echtes Tschapperl sein will, das fürchtet sich regelmäßig fast zu Tode. Sicherheitshalber nehme ich mir daher ein Beispiel an der christlichen Luftfahrt und mache meinen Gedankengarten erstmal dicht.
abr
Schau mer mal, ob wir nicht etwas von dem verdächtigen Zeug hier irgendwo finden.

Montag, 7. August 2006

Viel wasser

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Sonntag, 6. August 2006

immer wieder sonntags

Ich mag ihn nicht, den Sonntag. Und schon gar nicht leiden kann ich diesen Tag wenn es kalt ist wie heute, windig und regnet. Irgendwie habe ich mir diese Abneigung schon als Kind verinnerlicht und werde sie nicht mehr los. Nein falsch: wahrscheinlich pflege ich sie sogar.

Ich konnte den Tag schon früher nicht leiden: leblose Straßen, Freunde schlecht erreichbar, die Familie saß zuhause herum und ging sich auf die Nerven. Die schrecklichen Besuche, die über uns herfielen oder die Onkel und Tanten und andere schrecklich langweilige und nervtötende Bekannte meiner Eltern, die wir Kinder im Schlepptau der Erzeuger mitbesuchen mussten. Brav sein, nett sein, spielen mit fremden Kindern, die wir nicht mochten und die uns umgekehrt genauso wenig ins Herz geschlossen hatten.
Im Gasthaus waren zu viele Leute und man musste ewig warten, im Winter waren die Schipisten voll und im Sommer das Freibad mit ganzen Familienclans überbelegt. Es gab immer Orte wo zuviel los war und anderswo bedrückende Fadesse. Die Schule war mir ohnehin zumeist ein Gräuel und bestimmte die kurzfristige Planung, was natürlich sonntags keine Euphorie in den Gedanken zulies.

Und heute: ich stand auf und legte mich wieder hin. Ich begann 2 Bücher zu lesen, kam aber nicht so recht vom Fleck. Ich schaue mir ein paar Wetterseiten im Internet an, was die Stimmung zusätzlich eintrübte. Ich blätterte in ein paar Blogs, freue mich kurz über die gestrige Statistik (nona!), und landete schließlich beim Fernseher. Keine Unterhaltung, nur Dokumentationen und Musikalisches, öde Comedy oder was sich heute dafür hält. Weiterzappen was das Zeug hält. Nichts wirklich Betrachtenswerteses. Schade um die Zeit!
Also zurück zum Notebook um die Welt mit meinen Sonntagsdepressionen langweilen. Ich bin eben ein miesepetriger Quäler meiner Mitmenschen.

Sonntags zumindest.

Samstag, 5. August 2006

BRAVO: endlich wiedergefunden

Nettes Spielchen: suche deine erste BRAVO.

Die haben da jetzt tatsächlich alle bisherigen Titelseiten auf der Webseite und ich musste schon ganz schön weit zurückschauen, damit ich fündig wurde.
Die genaue Nummer habe ich nicht wiedererkannt, aber an ein paar Bildchen und Themen beziehungsweise die lederbekleidete Suzi Quattro - blätterweise in Lebensgröße zum Sammeln - konnte ich mich dann schon erinnern.

War es das?



Oder doch ein etwas Älteres?

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Naja, Uschi brauchte noch keine Cremen zu mixen und wäre besser damals schon abgetreten: Unsterblichkeit statt unendlicher Peinlichkeit.
Dr. Sommer hatte noch kein Team und der Vorgänger war ein gewisser Herr Dr. Korff - das hatte ich glatt vergessen, dass der Typ anders hieß. Nicht zuletzt wegen dieser Serviceleistung des Blattes war BRAVO in den Siebzigern bei Eltern nicht gerne gesehen und in der Schule schlichtweg verboten. Dabei wurde einem damals nur oberflächlich erklärt, wie man ein Girlie anbaggert und bestenfalls noch ein wenig über Petting geschrieben, was heute kaum noch viele Zwölfjährige wirklich beeindrucken dürfte. Und dass man "Aufpassen" sollte. Interessantere technische Details blieben ohnedies nur am Rande erwähnt.
Und da wir alle kaum die paar notwendigen Schillinge (irgendwo zwischen 8 und 13 öS ?) hatten gab es einen regen Tauschhandel und damit eine ökonomisch/ökologisch sinnvolle Mehrfachnutzung. Die Suzie Quattro lebensgroß konnt aber nur der wohlhabendere Erstnutzer an die Kinderzimmerwand kleben - wenn er das überhaupt durfte. Oder den David Cassidy, aber der gehörte ins Mädchenzimmer.

Verdammt lang her.

Freitag, 4. August 2006

Schwammerlzeit

Endlich sind sie wieder da, nämlich brauchbare Schwammerl. Genauer gesagt: die Eierschwammerl. Gutes Schwammerlwetter - weil zu trocken - hatten wir hier knapp nördlich der Alpen zwar nicht, aber in der Steiermark und in Kärnten muss es wohl zuletzt häufiger geregnet haben.
Derzeit überschwemmen sie den Gemüsemarkt förmlich, schön feste und frische gelbe Pilze. Kaum über 9€ kostet das Kilo momentan. Vorbei die Zeit, wo zunächst serbische und dann polnische Pilze zu haben sind, denen man den langen Weg deutlich ansieht und die unterwegs irgendwo den Geschmack liegengelassen haben. Man muss es also nur erwarten können.
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Empfehlenswert: fast jede Zubereitung , ausser die phantasielose Variante, wo die Küche den Namen bereits für die Rezeptur hält: Eierschwammerl mit verschlagenen Eiern. Das hasse ich solange ich denken kann! Allein das optische: zwei verschiedene Gelbfarben zu kombinieren - entsetzlich! Und die vorschmeckenden Eier bringen den feinen Pilzgeschmack fast um.
Am besten ist nach wie vor eine Schwammerlsauce mit viel Schlagobers, zuletzt ein paar Butterstückchen zum Montieren. Oder auch ein Schwammerlgulasch mit mildem, sparsam verwendetem Paprika. Oder nur rösten mit etwas Zwiebel und Petersilie. Alternativ könnte man sie auch als Füllung in einem Strudel verarbeiten.
Alles, nur keine Eier !!!
Sonst soll man die Eierschwammerl lieber im Wald lassen.

Dienstag, 1. August 2006

Tschapperl, web 2.0 tschapperl

Analog James Bond könnte ich so antworten, wenn jemand meinen Namen wissen möchte.
Heute bin ich in Spiegel-Online wieder einmal schlauer darüber geworden, was ich hier eigentlich so treibe - ein empfehlenswerter Artikel über die neue Soziale Webkultur. Ganz moderne erfuhr ich sind schon Web 2.01 - Typen - soweit habe ich es noch nicht gebracht. Wieder einmal bin ich nicht vorne mit dabei: die werbemanipulierten Blogs greifen um sich und ich verschlafe diesen Trend! Dabei würde ich hier sogar für Hundefutter posieren, wenn die Marie (entspricht etwa der deutschen "Kohle") stimmt. Non olet.
Und letzte Woche war dann die Titelstory im Spiegel ebenfalls Typen wie mir gewidmet, die sich "im Internet entblößen". Im Weblog, auf FLICKR und ähnlichen Spielwiesen - aber das tun wir ja gerne - so ein wenig als Nackedei herumlaufen.
Ein eigenes Weblog habe ich ja nur angelegt, weil ich Ende letzten Jahres gelesen habe, dass ich ohne Teilname an Social Software die Zukunft rettungslos verschlafen würde und nicht enden wollte wie mein Vater, dem allein schon der Gedanke daran, einen Computer einschalten zu müssen, nur Unverständnis und Schreckäußerungen entlockt.
Ein erster Versuch bei 20six ist nach wenigen Wochen an dessen Einstellung gescheitert. Wenn da nicht meine Lieblingsschreiberin Frau Saintphalle gewesen wäre, die zu Twoday gewechselt ist und mich inspiriert hat es ihr klammheimlich nachzutun, hätte ich glatt aufgegeben.
Und dann schreibt man und schreibt man, lernt Leute kennen und irgendwann mag man die tägliche Nach- und Rundschau nicht mehr missen, die Bekannten - "Gesichter" wollte ich schon fast schreiben - und alle anderen interessanten Gestalten, die sich hier so herumtreiben.
Es kostet natürlich Zeit, aber die wird andernorts sinnloser verplempert.

Montag, 31. Juli 2006

Unter donner und blitz

Gerade rauscht die Kaltfront durch und es stürmt, blitzt und kracht. Schade um den Hochsommer. Das wird heuer nichts mehr - ist so ein Gefühl. Und meistens stimmt das dann auch.

Freitag, 28. Juli 2006

Unverteilung

Über die verdammte Sch...hitze
Darüber wird hier nicht mehr geschrieben. Probieren wir es also mit dem Regen - meteorologische Ereignisse sind immer ein guter Gesprächsstoff, wenn man eigentlich nichts mitzuteilen hat.
Also den Regen, den hatten wir gerade hier, nach ungefähr 10 Tagen Absenz auf Kurzbesuch. Es wurde dunkel, blitzte und donnerte ein wenig, aber es reichte gerade für ein paar mickrige Tröpfchen. 40 Kilometer weiter im Ennstal ist Land unter und sind viele Keller voll nach einem Unwetter - sagt das Radio. Irgendwie hat sich das früher doch ein wenig besser verteilt.
Ich stellte mich erwartungsfroh mit zwei Gießkannen neben die Klappe beim Abflußrohr der Dachrinne und wollte endlich wieder ein wenig Regenwasser für meine Zimmerpflanzen ergattern - wieder nichts. Vielleicht 4 Liter, was vom halben Hausdach aufgefangen herausrann.
Und gerade heute Abend wäre kräftiger Regen so schön gewesen: ich kenne da ein paar Leute, zu deren Urlaubsanfangsgartengrillparty ich nichts weniger als die Sintflut als nassen Gast gewünscht hätte.

Mittwoch, 26. Juli 2006

Ich bin müde

"Ich bin müde, müde nach allem was war, ...".
Boris Bukowski geht mir nicht mehr aus dem Ohr.
Das kommt davon, wenn man sich diese Lieder schon morgens in der Eisenbahn hineinzieht, dass man am Bahnhof kaum noch imstande ist, den Zug zu verlassen und in die Tramway zu wechseln.
Dann noch die Hitze ( halt, wird hier nicht mehr behandelt). Dann das öde Erwerbsleben mit den hitzegeplagten Mitarbeiten. Wieder kein Nachmittagsschlaf, denn bei Schönwetter geht man nicht ins Bett, dann das tägliche sportliche Pensum (muß auch sein trotz der) . Und dabei wieder diese Musik aus den Kopfhörern.
Was habe ich mir da nur zusammengebrannt. Ich sollte die CD im Player wechseln.

Montag, 24. Juli 2006

Nur noch fünf Monate!

Was kümmert mich die Hitze? Das Thema langweilt zusehends. Bin schon nahe dran, meinen Gedankengarten diesem ohnedies flüchtigen Thema analog der WM zu verschließen (Jammern kann man ja auch in fremden Blogs darüber bis zum Überdruß, wenn einem plörtzlich danach ist).
Dafür habe ich heute mein erstes Weihnachtsgeschenk gekauft: ein Buch für meine - mittlerweile auch nicht mehr kleine - Schwester. Fünf Monate noch, und wenn man es sich zur Herzensangelegenheit zum Christkind gemacht hat hauptsächlich Bücher zu verschenken, und die mittels Durchlesen vorher auf Tauglichkeit für den zukünftigen Besitzer testen will, dann kann man nie früh genug damit anfangen. Lesen braucht Zeit. Geschenkauswahl auch.
Wie schon Josi Kirschner (ob der noch lebt?)immer sagte: "Man muss rechtzeitig drauf schauen dass man es hat wenn man es braucht".

Freitag, 21. Juli 2006

Ende gut, Alles gut

Tag 7 der nichtendenwollenden Woche der guten Laune.
Die rosarote Brille jetzt abnehmen? Kommt nicht in Frage. Die abendliche Besinnung an das schöne Erlebte des Tages hat was für sich. Das Exerzitium wird - in irgendeiner nichtschriftlichen Form - weitergeführt, wie genau ist mir noch unklar.
Bin ich etwa unbemerkt wieder beim Gute-Nacht-Gebet gelandet?
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