Sonntag, 29. Oktober 2006

Allerhand Ärgerliches

Die Tage werden kürzer, die Outdoorbeschäftigungen (es gibt kein brauchbares deutsches Wort dafür) weniger und man kann wieder mehr Zeitung lesen und im Fernsehen herumzappen. Dabei kommt einem dann wieder allerhand Ärgerliches in die Quere, was in der Republik nämlich die Seelen so bewegt.

Da wären einmal die andauernden Diskussionen über die Finanzierung des Gesundheitssystems. Der Karren ist zwar noch nicht so verfahren wie beim großen Schwesterland im Nordwesten aber Nichtgetan wird genug - außer zu schreien, dass mehr Geld ins System müsste. Der Medizinbetrieb leidet ja bekanntlich chronisch am Fehlen fast sämtlicher Marktmechanismen, die den Besitzstandswahrern irgendwelche Selbstbeschränkungen von sich aus nahelegen würden, was der eigenen Bereicherung auch nicht zuträglich wäre. Und so haben wir weiterhin europaweit mit die meisten stationären Patientenzahlen in den liebgewordenen Spitälern, wo jeder Lercherlschaß aufgenommen wird und die Sozialversicherung erscheint gezwungen jeden noch so minimalen pharmakologischen Fortschritt unverhältnismäßig teuer zu bezahlen. Darob freuen sich merkwürdigerweise die Patienten (die das noch dazu bezahlen müssen), die gekauften (wenige Meinungsmacher) oder ignoranten (die Meisten) Ärzte und die ob der Spannen entzückten Pillenverkäufer nebst der Pharmalobby. Und die rezeptgebührenbefreite Omama trägt das Alles nach Hause und lässt gottseidank viele Pulverl unberührt im Nachtkästchen verkommen, weil sie sonst gar nicht so alt geworden wäre, hätte sie das ganze verschriebene Zeug wirklich gefuttert.
Da ist nichts Erfreuliches auf dem Gehaltszettel in nächster Zeit bei den Abzügen zu erwarten. Noch dazu werden wieder einmal die Geldströme zu den Alterspensionsbeziehern gelenkt nach dieser Wahl. Und für einen Innovationsschub und Bildungsverbesserungen wird das Geld wieder nicht reichen, Hauptsache Oma und Opa können mit den Pensionisten wieder nach Rhodos fliegen und fürs Enkerl sparen. So ferne sie eines haben, weil der dringende Nachschub einheimischen Nachwuchses staatlicherseits im Vergleich zu den Alten viel zu wenig gefördert wird. Man sägt zwar am Ast auf dem man sitzt, dafür lässt sich die Pension neben dem lärmberuhigten Kinderspielplatz umso entspannter konsumieren.
Ich schreibe das hier nicht primär für etwaige Besucher meines Gedankengartens, sondern weil ich ein kleines launiges Redemanuskript brauche. Geht dann so in einem.
Und den schlafgestörten Idioten, die wie alljährlich gerade wieder die Sinnhaftigkeit der Sommerzeit in Frage stellen, wünsche ich zuletzt einen gesegneten Winterschlaf ohne 100% ige Aufwachgarantie!

Mittwoch, 25. Oktober 2006

Hier wird überwacht !

dgf

In diesen Tagen wird in Wien der alpenländische Großer-Bruder-Preis verliehen. Nominiert sind unter anderem die Bundesbahnen und die Wiener Linien für besondere Fahrgastbetreuung, einige hoffentlich bald nicht mehr sichtbare lokale Politgrößen für herausragende Leistungen ihrer Ministerien und ein paar Firmen inklusive dem Suchmaschienenweltmarktführer. Besonders erwähnenswert erschien auch der Ing. Hojac für Anregungen bezüglich Nachbarschaftsbeschattung um Kindesmißbrauch hintanzuhalten.. (Wird gestrichen, nicht blogwürdig).
Meine bescheidenen Bemühungen wurden wieder einmal geflissentlich ignoriert und für nicht auszeichnungswürdig befunden.
Dabei werden Besucher meines Gedankengartens beobachtet und registriert - zwar mit Genugtuung und großer Sympathie - aber immerhin ohne den expliziten Hinweis, dass Big Brother auch bei "tschapperl" über ihnen schwebt! Leiderleider nicht lückenlos, weil die Gratisversion von e-tracker nur die letzten 10 Besucher verfolgbar macht, aber immerhin. Die Ansätze sind vorhanden.
Männer sind zwar von Natur aus kaum neugierig oder angstbesessen, aber heutzutage weiß man ja nie wer sich wo, wann und warum herumtreibtsurft.

Sonntag, 22. Oktober 2006

Nebelauflösung

Wenn ich am Sonntagvormittag ein wenig vor dem PC sitze und nicht gerade guter Laune bin, dann hilft es oft über diesen Tag der Woche etwas Grantiges zu Papier - oder zu Bildschirm - zu bringen. Ich mag den Sonntag halt einfach nicht und das ging mir schon als Kind so.
Das ist einmal so, da brauchen wir gar nichts dran zu ändern. Nur wer manche Tage abgrundtief hasst wird andere umso mehr genießen können. Das ist eben der Reiz des Licht/Schattenspiels, ohne den das ganze Leben wie immer der gleiche Eintopf vorbeiziehen würde.

fff

Außer es wird etwas Erfreuliches geboten, dann bin ich sogar mit Sonntagvormittagen manchmal versöhnt. Wie etwa jenes Schauspiel, das gerade draußen vor dem Fenster abläuft, wo sich die Sonne mühsam durch den Morgennebel gräbt, der hier in der Niederung noch liegt. Dieses grandiose Lichtspiel, einmal weiß, dann wieder blau, zusätzlich die noch kräftigen Grüntöne der Wiese und das rot-gelb-braune Farbenspiel der herbstlichen Blattverfärbung. Wenn die Tautropfen langsam von den Strahlen der schon etwas müden Herbstsonne weggetrocknet werden und ich endlich hinausgehen kann, weil es nicht mehr feucht und finster ist sondern warm und ein mildes Licht alle Farben aufleuchten lässt. Jetzt wird es zu poetisch, also nichts wie hinaus ...
Und der Wetterbericht erzählt mir noch dazu, dass sich dieser wunderschöne Herbst hier im Land vor den Alpen noch die ganze Woche halten wird.
Was will man mehr.

Dienstag, 17. Oktober 2006

Ort der Erleichterung

Einladendes Bildchen. Ist heute im Wien-Blog der TAZ zu bewundern. Endlich Farbe an der Pissrinne, die ansonsten ja eher ein trister Ort ist. Immerhin an keinem geringeren Ort als in der Opernpassage im Herzen Wiens.
Für Feministinnen hält sich der Schock wohl in Grenzen - sie dürfen/sollten ja schließlich nicht hineingehen, dorthin, wo ein Männchen auf der Türe ist.

pissoir

Quelle: http://taz.de/blogs/wienblog/2006/10/16/orte-demonstrativer-frauenverachtung/

Samstag, 14. Oktober 2006

Meingott Edmund !

Der Oberindianer der Franken und Bajuwaren lobt Österreichs Wirtschaftspolitik. Und vergießt Tränen für unseren verehrten Kanzler, weil er ein bißchen verloren hat, obwohl er die Repuplik so toll regiert hat für das jetzt so undankbare Volk. Unterhaltsam was man da so in der Online-Ausgabe des Spiegel erfährt: Schüssel hätte Stoiber erzählt, dass 250.000 Hausfrauen ihm die Stimme verweigert hätten, darum sei die Nationalratswahl leiderleider verlorengegangen.
Und der Edmund glaubt ihm das auch noch und erzählt es brühwarm auf seinem CSU-Parteitag seinen Delegierten weiter.
Rührend!

Dienstag, 10. Oktober 2006

Abschied schwergemacht

Mein Mobiltelefonanbieter macht es mir zum Abschied noch einmal schwer. Ich dachte es müsste doch möglich sein, sich einfach irgendwo auf dessen Homepage abmelden zu können. Doch so sehr ich mich auch bemühte und bis in die letzte Ecke aller nur möglichen aufmachbaren Webseiten hineinschaute - nix da: das Wort "Abmelden" kommt beim Netzauftritt vom heimischen Marktführer unter den Händi-Dealern einfach nicht vor. Kein PDF-Formular zum Adieusagen, dafür genug für noch mehr Neuigkeiten und Tarife, die kein Mensch braucht.

Verdammter sch*** Speck! Die Werbung der Konkurrenz hat recht, der Fettsack sitzt auf mir drauf!

Montag, 9. Oktober 2006

Händi

Heute am Weg vom Bahnhof nach Hause: eine alte Frau steht ratlos mit einer Schachtel unter dem Arm auf der Straße. Als ich vorbeigehen will spricht sie mich an und erklärt mir hier von der Schwiegertochter vergessen und nicht abgeholt zu sein. Ob ich ein Telephon mithätte?
Sie drückt mir einen vielgebrauchten Zettel in die Hand und ersucht, dass ich die Nummer wähle und die mißliche Lage beende.
Händi Beatrix, steht drauf und eine Zahl. Ich brauche doch einige Zeit um zu erkennen, dass ich nicht Frau Händi anrufen soll sondern Trixie´s Handy.
Sie schreibt es halt wie sie es spricht. Aber es ist eine wunderbare Schreibweise für eines dieser neudeutschen Unwörter.
Im kleinen Schriftverkehr werde ich es für mich vorerst einmal beibehalten.
Das Händi.
Klingt leicht schweizerisch.

Donnerstag, 5. Oktober 2006

Überlebt

Paulchen, mein erster Neffe und als Frühchen Familiensorge Nr. 1 scheint es geschafft zu haben. Nach dem Minimum von etwas unter 600 Gramm hat er sich mittlerweile prächtig entwickelt und ist mit stolzen 1600 Gramm wohl endgültig über dem Berg.
Er sieht jetzt nicht mehr erbärmlich aus, sondern "fast schon wie ein richtiges Baby" (Originalzitat von der Mutter).

Dienstag, 3. Oktober 2006

Gewonnen !!!

Habe auch einmal etwas gewonnen: nämlich die Bronzemedaillie beim jüngsten Photowettbewerb des geschätzten Bloggerfreundes Schulzenator vulgo "Darky".

.

Kommt nicht so oft vor, dass ich irgendwo auf einem Podest stehe, umso größer war die Freude.

NB: so muß sich also derzeit der Gusenbauer als alter gewesener Looser fühlen, jetzt habe ich eine kleine Ahnung davon.

Hier noch einmal eine kleine Danksagung an Darky, der mit viel Geschick und Mühe den Bewerb organisiert hat. Es hat wieder viel Spaß gemacht, ich bin beim nächsten Mal sicher wieder dabei.

Sonntag, 1. Oktober 2006

Knapp daneben ...

... ist auch vorbei. So weit lag ich gar nicht daneben, nur der Absturz der Volkspartei war für mich scheinbar denkunmöglich in der Größenordnung.
Was mich aber nicht unerfreut schlafen gehen läßt. Hochmut kommt vor dem Fall eben gehäuft vor!

:-))))))))))

Wahlorakel

Versuch einer persönlichen Vorhersage - mit der innigen Hoffnung, dass ich mich irren möge:

VP 40
SP 34
FP 11
GR 9
HP 2
BZ 3
Ko 1

Samstag, 30. September 2006

Verkannt

sd

Zunächst habe ich diesen Schmetterling für ein von der Natur nicht besonders begünstigtes oder mißratenes Tagpfauenauge gehalten. Es war aber doch ein Admiralfalter, der meine Astern aufsuchte.
War mir bisher nur vom Hörensagen bekannt. Man lernt eben nie aus.

Freitag, 29. September 2006

Tagesform

Am Freitag gebärden sich die Menschen noch etwas dümmer, launischer und komplizierter als üblich. Egal ob im Straßenverkehr oder in der Arbeit: die Aussicht auf ein paar freie Tage tut den Wenigsten gut.

Dienstag, 26. September 2006

Schwer zu ertragen

Mehrere Grauslichkeiten ereignen sich in diesen Tagen:

Da wäre zum einen das Ende des Sommers. Nach etlichen Tagen mit Sonnenschein heute nur grau in grau. Hoffentlich nur eine kurze Pause in diesem bisher ganz brauchbarem Altweibersommer!

Und der Wahlkampf: selten ist das so stupid abgelaufen. Und so unappetitlich mit diesen erstmals wirklich an jeder Ecke zu findenden ausländerfeindlichen Parolen. Hoffentlich straft der Wähler dafür diese blau/braunen Trotteln und das unnotwendige orange Gesindel. Dass man nicht 300.00 Leute deportieren kann wird vielleicht auch bescheideneren Köpfen sauer aufstoßen - weil die dann selbst die Dreckarbeit machen müssten, vom Straßenbau bis zu Putzkolonnen. Die Hoffnung stirbt bei mir noch immer zuletzt, vielleicht haben es meine Landsleute dieses Mal kapiert - schön wär´s.

Schließlich gehen meine zwei Lieblingsblogs in eine - hoffentlich nicht allzulange - Pause. Frau Saintphalle, mein vielbewunderter Fixstern in dem von mir überschauten Teil der Blogwelt, gönnt sich eine Auszeit. Und Iggy will scheinbar nachfolgen. Keine wirklich tollen Neuigkeiten.

Donnerstag, 21. September 2006

Nächtliches Trompetenkonzert

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