Montag, 17. Juli 2006

Schön ist es auf der welt zu sein ...

Ja, der gute alte Roy, was waren das für Zeiten! Kann man dieses Feeling noch toppen ? (Sorry, die Anglizismen gehen heute mit mir durch, das macht die anhaltende Euphorie!). Gut möglich, Freudentag Nummer 3 der Woche des kindlichen Staunens hielt, was er versprach:

Sonnenschein von früh bis spät - da schleppt man gerne die Gießkannen durch den Garten, auch wenn das Kreuz noch so weh tut.

Das Schwimmbad ist etwas voll, wie gut, dass es zuhause die Gardena-Gartendusche gibt - ein exklusiver Sommerspaß.

Die Anderen schwitzen im Urlaub wie die Firmgöden, ich bin im klimatisierten Büro, was Herz und Kreislauf narrisch freut.

Beim Counter und den Kommentaren merke ich, dass meine geneigte Leserschaft durchaus Anteil nimmt an der neuen Fröhlichkeit - was könnte das Bloggerherz mehr wünschen?

Da hüpft man abends ungefähr genausogern ins Loch wie ein Teletubbie, wenn die lachende Sonne untergeht.
Morgen geht´s weiter!

Sonntag, 16. Juli 2006

Die ganze welt ist himmelblau

Bisher waren mir Sonntage meist entweder langweilig vorgekommen oder gar verhasst. Das ist vorläufig vorbei. Es ist Gute-Laune-Woche, Tag 2.

Was hat diesen Tag des Herrn so unvergleichlich gemacht? Hier einige Beobachtungen und Reflexionen:

Das Wetter ist noch immer schön.
Twoday.net hat neue Funktionen und erleichtert mir als Dummie die Arbeit das Blogvergnügen.
Morgen kann ich wieder in die Arbeit gehen (ich habe noch eine!).
Schumi hat gewonnen (mittlerweile mag ich ihn; je älter, desto cooler).
Keine FPÖ-Teilnahme bei 2er TV-Debatten vor der Herbstwahl zum Nationalrat (besser nur Unsinn als braunes Gerülpse).
Der Sommer macht morgen laut Fernsehwetterfee noch keine Pause - Hoch "Bruno" darf weiterleben.
Kein Mitmensch hat mich heute geärgert.

Eigentlich geht´s mir ja wirklich gut. Morgen wird auch toll! Geht gar nicht anders.

Samstag, 15. Juli 2006

Glory Days

Nachdem ich die fröhliche Woche ausgerufen habe hier nun eine Zusammenfassung aller kleinen Wunder des vergangenen Tages:

Ich bin aufgewacht, also lebte ich noch.
Die Hitze ist fort.
Trotzdem ist schönes Wetter.
Es gab herrliche Eierschwammerl und Heidelbeeren am Markt zu kaufen.
Die erste Sonnenblume im Garten blüht.
Der Hibiskus auch.
Niemand hat meine Nerven über Gebühr strapaziert.
Eigentlich hat mich gar nix geärgert.
Schmafu bloggt wieder.
Nationalratswahlen sind schon Anfang Oktober.
Die ÖBB wird "Topbahn Europas" bis 2010 - hurra, ich pendle damit !!!
Die U. hat sich über mich geärgert.
Ich nehme nichts mehr allzu ernst.
Mir tut nichts weh.
Meine Chancen auch morgen wieder aufzuwachen sind ausgezeichnet.

Nicht auszuhalten, wenn das so weitergeht!

Mittwoch, 12. Juli 2006

Hitzewallung

Brütende Hitze, dann Gewitter, wieder heiß und nochmals Blitz und Donner. Dieser Sommer hat es in sich.
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Da werden noch viele Eiswürfelchen ins Glas plumpsen.

Freitag, 7. Juli 2006

Deppenstadl

Mittlerweile haben es 34 Prozent der Landsleute geschafft, sich eine gute Meinung zum Thema EU zurechtzulegen oder zu behalten. Die Umfrage dürfte hinkommen, wenn man den Mitmenschen bei ihrem täglichen kleinmütigen mieselsüchtigen Gebrabbel so zuhört.

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Es ist oft bedrückend dort zu leben, wo zwei Drittel so denken.

Donnerstag, 6. Juli 2006

Was soll das?

Warum nur kommen mir dauernd meine Blogempfehlungen abhanden? Langsam glaube ich, dass schon das Sterbeglöckchen zu läuten beginnt, wenn ich etwas unter "BEWUNDERNSWERT" abspeichere. Ein schlechtes Omen ist das, wenn ich meine Sympathie bekunde!
Gestern ist Schmafu in die selbstgewählte Pause gegangen, einige Schreiberlinge sind schon zuvor verschwunden und etliche andere drohen laufend damit.
Und dabei ist das jener Teil meines Gedankengartens, dem ich die meiste Aufmerksamkeit zuteil werden lasse und den ich ganz bewusst klein und übersichtlich halte. Ein Mix aus befreundeten Blogs (die man gerne liest, wo man sich austauscht) - und den großen Vorbildern. Irgendwie die Visitenkarte des Inhabers eben ("Sage mir, was du liest...").

Samstag, 1. Juli 2006

Sauwetter, grausliches!

Neuerdings genügen schon ein, zwei nicht so schöne Tage um das Summerfeeling gänzlich zu vertreiben. Man wird unbescheiden.
Wandern im Regen mag ich überhaupt nicht, das Letzte vom Letzten ist es, zwischen den Pfützen herumzuspringen und dabei auch noch Fröhlichkeit zu signalisieren. Nasse Füße, Feuchtigkeit die durch alle Kleider dringt - nicht mit mir! Folgerichtig nahm ich am heutigen Wandertag mit den Arbeitskollegen nicht teil. Das hätte man schon verschieben müssen, der Wetterbericht war ja bekannt.
Überhaupt: diese Wanderungen in Gruppen. Ich mag sie nicht seit den Tagen der Schulausflüge.
Wenn schon Natur, dann alleine - oder höchstens zu zweit mit einer ruhigen verständnisvollen Begleitung. Romantik statt Massenauftrieb.

Freitag, 30. Juni 2006

Was davon halten?

Tschapperls sportliches Weltbild hat nicht mehr länger Bestand. Kein Stein ist mehr auf dem Anderen.


Das war´s dann wohl.
Hätte besser riesige argentinische Rindersteaks essen sollen, sind besser als Blutdoping.
Hat ihm das die medizinische Abteilung nicht gesagt ???

J.U. startet nicht.

Mittwoch, 28. Juni 2006

Schon seh´ ich Deutschland untergehen

So singt Konstantin Wecker in einem seiner Lieder. Ich bekomme langsam ähnliche Visionen. Das hat nichts mit dem Verbleib/Nichtverbleib in gewissen Sportveranstaltungen zu tun sondern mit dem Hype der sich zunehmend aufbaut. Tugenden wie Bescheidenheit und Unaufdringlichkeit, die das Land zuletzt eher auszeichneten, ihm gut anstanden und es liebenswert machten verschwinden doch hoffentlich nicht im Selbstwiederentdeckungsausbruch und in der Wirsindjadochnochwer-Manie.
Wenn aus dem langsamen herumschlingernden Geisterschiff plötzlich ein flotter Vergnügungsdampfer wird, der mit voller Kraft übers globalisierte Meer schippert, kann allerhand passieren:

Übersehen eines Eisberges (oder wahlweise der Gesundheitsreform *g*) im Übermut: siehe Titanic!
Festfrieren im Eis: der nächste Winter kommt bestimmt.
Kenterung und Umkippen, wenn alle neuerdings so schick schwarzrotgelbverkleideten Gestalten weiterhin auf eine Seite des Schiffes rennen um zu sehen wie toll es da vorne weitergeht: Lemmingsschicksal eben.

Die Zeitungslektüre und der TV-Donner der letzten Tage lässt keine andern Schlüsse mehr zu. Das Tschapperl sitzt staunend am Alpenrand und tut wieder, was es am Besten kann: es fürchtet sich!

Sonntag, 25. Juni 2006

Macht auf die Tür, das Tor macht weit

Man kann an manchen Modeströmungen einfach nicht vorbei - besonders dann, wenn sie irgendwie sympathisch herüberkommen. Also, Vorhang auf, Refrigerator öffne dich!

Obere Sektion
th-001

Untere Abteilung
th-002

Erfreut stelle ich fest, dass für einen Sonntagabend der Füllungszustand noch bei weitem kein unerheblicher ist.
Empehlung des Küchenchefs daher für heute zum Dinner:

Schweinebraten kalt mit Gurkerl
Salat der Saison (Häuplsalat mit Paradeiser)
Erdbeeren mit Schlag als Dessert

Bloggrrr - Tschapperl holt auf

Eigentlich weiß ich noch immer nicht für was das eigentlich gut sein soll, das Zeichen rechts in der Sidebar. BLOGGRRR. Es klingt eigentlich wie böses Hundeknurren. Entweder habe ich es - wie üblich - nur kurz überflogen oder wieder einmal nicht verstanden - Dummies bleiben eben Dummies.

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Egal: sowohl in der Kategorie Country (Austria) als auch in der Kategorie Sprache (german) liege ich nicht schlecht in der Platzierung, zumindest nicht auf dem letzten Platz. Es sind nicht viele, die sich dorthin verirrt haben, aber was soll´s. Platz ist in der kleinsten Hütte und ein kleiner Sonnenstrahl trifft jedes Herz.
Für mich ist es beachtenswert gerade in einer Zeit wo des Rankingfieber herrscht: im Fernsehen werden die 100 besten Mallorcahits, in der Zeitschrift die Top-Fußpilzspezialisten Österreichs und andere Spezial-Dottores penibel aufgelistet und numeriert. Die Kochlöffelschwinger sowieso. Und die freundlichsten Badewaschln.
Und jetzt vergleicht sich auch mein bescheidener Gedankengarten mit den Parks dieser Welt.
Endlich eine Bühne mit Preisverleihungsstockerl, großartig!

Freitag, 23. Juni 2006

Irische erkenntnisse

Oberflächliche Nachbetrachtung einer kurzen Irlandreise durch den Südosten der Insel zwischen Dublin und Cork:

Das Wetter: naja. Wenn Iren einem den ganzen Tag versichern, dass heute "Lovely weather" herrsche, dann ist das ein schlechtes Zeichen. Schön ist relativ und bezeichnet dort einen Tag ohne Regen - und der kommt dann bald mit Sicherheit. Aber immer als ein feiner Sprühregen, nicht das Geklatsche riesiger Regentropfen wie hier. Dafür aber mit dem Wind von der Seite, ganz trocken bleibt daher man selten.
Der Pub: das zweite Wohnzimmer. Scheinbar immer gut besucht, merkwürdigerweise auch unter der Woche, gelegentlich mit toller Livemusik. Ein Platz zum Aushalten.
Das Frühstück: bemerkenswert in Umfang und Zusammenstellung. Der "White and Black Pudding" entpuppten sich allerdings nicht als cremige dessertartige Gaumenfreude sondern als gebratene Leber- beziehungsweise Blutwurstscheibe.
Die Schafe: äußerst zahlreich anzutreffen auf der Weide, merkwürdigerweise aber nicht auf dem Speiseteller.
Das Autofahren: Linksverkehr. Katastrophal die ersten Kilometer, ab dem zweiten Tag wird es besser, nach einer Woche ist links der Normalfall.
Die Menschen: aufmerksam, freundlich, phantastisch verständliches Englisch sprechend. Noch mehr Übergewichtige als zuhause. Wenn man einheimische Zeitungen liest und fernsieht weiß man warum: die Nahrungsaufnahme nimmt breiten Platz ein, ein gesellschaftliches Hauptthema offensichtlich. Und ganz allgemein eine optimistische Gesellschaft, irgendwie viele Kinder zu sehen. Kein Klein-Istanbul-Aspekt wie in den heimischen Straßen. Dafür hört man viel polnisch.
Mittsommer: es bleibt die Nacht über leicht hell am nördlichen Horizont um diese Zeit. Immer wieder eine erstaunliche Erfahrung für südlichere Erdbewohner.
WM-freie Zone? Nein, Pubs sind derzeit eher Fernsehstuben.
Die alten Steine: reichlich vorhanden.



Wenn nichts anderes mehr geht: man kann dorthin auswandern - empfehlenswert!

Dienstag, 13. Juni 2006

Wieder ein Fleck weg

Ein weiterer weißer Fleck auf Tschapperls Landkarte wird getilgt. Am Donnerstag geht es nach Irland. Nach und nach müssen jetzt jene Billigflugtickets verflogen werden, die ich mir an den langen Wintertagen beim Surfen eingehandelt habe.
"Schau an, jetzt ab Salzburg nach Dublin.", "Ist wirklich nicht teuer!", "Warum eigentlich nicht?", "Was soll ich schon wieder in der Türkei?", "War eh noch nie in Irland", ... . Solche und ähnliche winterliche Erkenntnisse und Gedanken verführen in der kalten tristen Jahreszeit dazu, sich im Sommer wieder einmal auf Wanderung zu begeben und die Fahrkarte war dann nur einen Mausklick entfernt.
Je mehr alte CD´s mit irischer Musik ich in diesen Tagen höre desto größer wird jetzt die Vorfreude. Und dann tauchen wieder die längst gelesenen Bücher im Regal auf, allen voran Flenn O´Brians "Irischer Lebenslauf". Ab in den Koffer damit - Lektüre am Originalschauplatz, das hat was!
Interessant wird vor allem das Autofahren: Linksverkehr! Man beschimpft also die Beifahrerin auf der ungewohnten Seite und überholt dort, wo man zuhause leider nicht darf, nämlich rechts. Und im Kreisverkehr beginnt dann wahrscheinlich alles zu rotieren. Wenn das mal gut geht!
Der Regen soll dort ebenfalls so gut wie zuhause sein. Aber das macht wenig aus, im Land vor den Alpen wird es langsam eh zu heiß.
Die Iren sind sangesfroh und trinkfest, das Land ist grün und die Pubs schließen bald (?). Und die Dortgewesenen schwärmen vom Breakfast - einer Mahlzeit, die ich eigentlich aus meinem Tagesplan längst gestrichen habe.
Gelesen habe ich noch: die Iren schauen gerne Fußball, nur diesmal halt nicht weil sie nicht dabei sind und freuen sich schon darauf wenn die Deutschen dann die Engländer nach Hause schicken werden - fast WM-freie Zone also.

Bin schon neugierig was von den Vorstellungen und Klischees hält.

Montag, 12. Juni 2006

Protokoll eines Überfalls

36_11-6-6-004

Tatort: Garten
Uhrzeit: vermutlich gestern
Verletzter: Tschapperls rechte Ellenbeuge
Art der Verletzung: Bißwunde
Täter: Einzelganove namens Ixodes ricinus (alias: "Der gemeine Holzbock", "Zecke")
Zeugen: keine
Ertappt: in flagranti

Weiteres Vorgehen:
1. Entfernung (bereits durchgeführt)
2. Desinfektion
3. Spurensicherung und Dokumentation (hierorts)
4. Bestrafung des Übeltäters ohne faires Verfahren (Guantanamo ist überall !)

Samstag, 10. Juni 2006

gstanzl 494

In diesen lauten Zeiten des Ballspielkultes und der bewegten Massen, wo die Kunst an den Rand gedrängt scheint und der Ungeist ins Gesicht weht, wird mein Bedürfnis übermächtig in diesem noch stillen Gedankengarten ein klein wenig gegenzusteuern und dem geneigten Leser volkstümliche Dichtung aus den Land vor den Alpen zu bieten mit erbaulicher selbstproduzierter Landschaftsphotograpie.
Für Unkundige der hiesigen Mundart: der Berg Traunstein steht als Metapher für den übermächtigen Eros, die Begierde, die sich nicht mehr zurückhalten lässt.

26_2-5-6-119

da traunschtoa is gschpizad
und unt is a broad
und waunst mi ned drübalost
zreiß i da pfoad


(Text: Hias Schaschko / aus: H.P. Falkner, 567 Gstanzln, Bibliothek der Provinz, Weitra)
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