Montag, 8. Januar 2007

Oh Tannenbaum

Bevor er gehächselt wird: das war der Christbaum. Man beachte den roten Stern - eine Laubsägearbeit eines linken und proletarisch gesinnten Verwandten.

61_26-12-6-169

Samstag, 6. Januar 2007

Zeitabläufe

Es stimmt etwas nicht mehr.

Es ist Jänner, die Wiesen sind noch grün, einiges Unkraut steht noch im Garten herum ohne zu erfrieren. Gestern sah ich hat ein altes Marktweiblein Brunnenkresse verkaufen, die ich sonst eher mit Ostern verbinde.

Es ist wieder ein Jahr um und ich habe das Zeitgefühl verloren. Rundherum regnet es Geburtstage von Menschen, bei denen ich mir gar nicht vorstellen konnte, dass die so alt werden wie sie schon geworden sind - 35, 40, 45. Die waren doch eben noch viel jünger! Und wenn die jetzt schon so alt werden, was passiert dann mit mir? Ich fühle keinen Fortschritt oder Abstieg auf meiner Lebensbahn. Tue ich nicht, will ich auch nicht.

Dann diese Prophezeihungen, dass es 2050 ganz schön warm werden wird in unseren Gegenden: eigentlich finde ich das ja ganz erfreulich, nur genau nachgedacht bin ich zu diesem Zeitpunkt mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits tot. Mausetot. 2 Meter unter der Erde.

Das Jahr des bangen Wartens auf die Midlifecrises hat begonnen.

Sonntag, 31. Dezember 2006

Fast vorbei

Ein gutes Jahr geht zu Ende.

Einiges war nicht so toll, aber im Großen und Ganzen war es nicht so schlecht, wie vielleicht mancher Eintrag hier vermuten lies. Wahrscheinlich sogar das Drittbeste in meinem Leben - nach 1967 und 1976.
Alle Vorzeichen deuten darauf hin, dass 2007 noch besser wird - vielleicht die erfreulichste Zeit meines Daseins.

Kaum noch auszuhalten!

Donnerstag, 21. Dezember 2006

1. Rauhnacht der Saison

Heute ist die erste Rauhnacht. Da werde ich glatt mit dem Weihrauchkessel schwenkend 3 mal gegen den Uhrzeiger ums Haus laufen. Mangels Viehstall drehe ich dann noch ein paar Runden um den Baum, auf dem das Vogelhaus hängt. Man will ja die Piepmätze gesund über den Winter bringen, dass sie einem dann mit dem Gezwitscher im Frühjahr den Morgenschlaf rauben können.
In der Thomasnacht soll man angeblich verkehrt im Bett schlafen. Das bringt Glück und die Träume in der längsten Nacht gehen wahrscheinlich in Erfüllung. Blöd nur man träumt von Beinbruch, Schuldenfalle oder das Notebook gäbe den Geist auf - oder man träumt man wache nicht mehr auf.
Mehr braucht man nicht.
Irgendwas war noch mit einem Brunnen: wenn man hineinschaut oder was hineinwirft - Details habe ich vergessen - dann sieht man in die Zukunft. Ich werde mich aber hüten, denn das vergangene Jahr verlief einfach phantastisch. Da sehe ich sicher nichts Gescheites.

Vielleicht wir es besser sein einfach nur fernzusehen!

Montag, 18. Dezember 2006

365 Tage bei TWODAY.NET

Immerhin, ich hätte vor einem Jahr nicht geglaubt, dass ich solange durchhalte! Den Geburtstag feiert ein Weblog aber erst am Jahrestag des ersten Eintrages, und da haben wir noch ein paar Tage hin.

Vor einem Jahr war eine rasche und umgehende vorweihnachtliche Herbergssuche notwendig geworden.
Hierhergekommen bin ich, weil 20six vor 12 Monate seine Pforten schloss und mein erster Gedankengarten ins Nirwana zu verschwinden drohte, was er dann auch tat.
Also bin ich meinem (nicht nur) damaligen Fixstern am Bloghimmel - der wundervollen Frau Saintphalle - hierher gefolgt, ohne die Lektüre bei ihr wäre ich fast bei Blogger.de gelandet, vermute ich einmal. Nur wurde es mir dort schon beim ersten Versuch technisch etwas zu kompliziert. Bei Twoday ist es für einen Dummie wie mich irgendwie leichter gewesen.

Nachträglich gesehen habe ich eine ausgezeichnete Wahl getroffen. Es ist mittlerweile ein kleines zweites Wohnzimmer für mich hier bei Twoday entstanden: Rückzugsgebiet, Plauderecke, Diskussionsforum, Photogalerie und noch Vieles mehr!

Sonntag, 17. Dezember 2006

Gaudete

http://sandhexe.twoday.net/stories/3075367/

Worte zum 3. Adventsonntag. Von Sandhexe.
Wie immer lesenswert!

Sonntag, 10. Dezember 2006

Suche nach Promillenz

Gestern in der finsteren Pampa, ein wenig nach Mitternacht: ich war allein unterwegs auf einer Landstraße. 120km/h statt der erlaubten 80. Und wurde prompt mit rotem Leuchtstab aufgehalten.
Ich suche schon nach einer Ausrede für die beschleunigte Fahrt, aber man interessierte sich nur für etwaigen Alkoholkonsum. Nicht ohne Missetäter zu erwischen - ein paar Fahrzeuge standen schon verlassen neben der Straße.
Die finster dreinschauende blonde Polizistin vom Planquadratstrupp war sich bei mir schon recht sicher einen weiteren Illuminierten ausgemacht zu haben: die Unordnung im Auto, der Geschenkskorb am Beifahrersitz, die lange Suche in allen Taschen nach dem Führerschein, der sich dann erst im Rucksack im Kofferraum fand. Und dann noch meine Ungeschicklichkeit am Vortestgerät - aber wann übt man da schon.

Irgendwie war ich ihr aber sympathisch. Sie lächelte erstmals während der Amtshandlung, als sie 0,0 in ihr Promilleprotokoll schrieb. So als würde sie sich ein klein wenig freuen.

Dienstag, 5. Dezember 2006

Vor einem Jahr ...

... sah es draußen so aus:

51_8-12-5-16-

Das Gedächnis der Menschen ist kurz.

Dienstag, 28. November 2006

Wunderlich

Mein Nachbar hat wieder einmal weder Kosten und Mühen gescheut und seine Weihnachtsbeleuchtung angeworfen.
Sechs funkelne glitzerne Fenster - wenn ich hinausschaue glaube ich fast neben einem Weihnachtsverrückten im Amiland zu leben. Neben den dreieckigen stilisierten Tannenbäumchen gibt es erstmals heuer schneefallsuggerierende Blinklichtchen hinter einer seiner Scheiben.
Toleranz wächst wirklich mit dem Alter: jedes Jahr betrachte ich das Treiben mit einem etwas weniger abfälligen inneren Lächeln.
Vielleicht werde ich auch schon ein wenig wunderlich.

Dienstag, 21. November 2006

Umbau

Mein Gedankengarten ist kein Möbelhaus. Daher wird die Werbetrommel für die Wiedereröffnung ruhig bleiben.
Keine Spur von größer, mehr und billiger.
Naja, billig eigentlich schon, aber im guten alten Sinne des Wortes. Daher auch teuer.
Und bescheidener.
Irgendwie netter halt.
Aufgeräumt.

Bald!

Sonntag, 5. November 2006

Betriebsstörung




Nachdenkpause bis Anfang Dezember.

Oder auch nicht so lange. ;-)

Äußere und innere widrige Umstände zwingen mich dazu.
Vielleicht bastle ich bis dahin an einem hübschen Adventkalender für meinen Gedankengarten.

Dienstag, 31. Oktober 2006

Brauchtumsverlust

Keiner wartet darauf, aber warum nicht: auch in diesem bescheidenem Gedankengarten also ein paar Reflexionen zu Halloween:

Vorab: scheinbar ist der Höhepunkt des Unfugs aus Amiland schon wieder überschritten, zumindest in meiner allernächsten Umgebung.
Angefangen hat es vor etlichen Jahren, als ein netter Kleiner vor dem Gartenzaun stand und immer wieder zwei Worte wiederholte, deren Sinn er mir trotz freundlicher Befragung nicht erklären konnte. Achselzuckend und freundlich lächelnd musste ich ihn dort stehen lassen und erst am nächsten Tag erklärte mir jemand den Halloweenbrauch mit den Zuckerln. Das hatte ich zwar schon einmal im Fernsehen mitbekommen, aber dass die auch bei mir aufkreuzen würden - daran dachte ich nicht im Traum.
Letztes Jahr habe ich dann wegen der vermehrten Anfragen vom Nachbarschaftnachwuchs erstmals meine Haribovorräte für das fordernde Jungvolk geplündert und heute am Morgen schaute ich noch in den Küchenschrank, ob auch irgendetwas Süßes vorhanden wäre. Man will ja kein Spielverderber sein.
Aber nichts geschah des Abends, die Glocke blieb stumm - der prekarische Nachwuchs von ringsum blieb zu hause, wahrscheinlich sind die durchwegs übergewichtigen Kids bereits zu träge sich aus den Fernsehsesseln zu schälen und auf Gummibärlijagd zu gehen. Der Schrecken läuft im TV - wozu den Hintern bewegen.
Muß ich das Sackerl mit dem Maoam-Zeug halt selber essen.

Auch so erledigen sich diese nervigen Diskussionen über Sinn/Unsinn der Übernahme von Bräuchen vermeintlich überlegener Kulturen: es macht keinen Spaß, was mittlerweile kaum noch jemanden stört oder aufregt. Halloween ist bald tot, passt eben nicht hierher. Ähnlich lächerliche Umtriebe habe ich vor längerer Zeit auch einmal in Thailand gesehen, wo die Buddhisten versuchen in der Hitze so etwas wie Weihnachten zu zelebrieren. Und nicht anders verhält es sich bei der in allernächster Zeit wieder aufflammenden Diskussion Christkind versus Weihnachtsmann - der alte Sack hat hierorts letztendlich keine Chance.

Sonntag, 29. Oktober 2006

Allerhand Ärgerliches

Die Tage werden kürzer, die Outdoorbeschäftigungen (es gibt kein brauchbares deutsches Wort dafür) weniger und man kann wieder mehr Zeitung lesen und im Fernsehen herumzappen. Dabei kommt einem dann wieder allerhand Ärgerliches in die Quere, was in der Republik nämlich die Seelen so bewegt.

Da wären einmal die andauernden Diskussionen über die Finanzierung des Gesundheitssystems. Der Karren ist zwar noch nicht so verfahren wie beim großen Schwesterland im Nordwesten aber Nichtgetan wird genug - außer zu schreien, dass mehr Geld ins System müsste. Der Medizinbetrieb leidet ja bekanntlich chronisch am Fehlen fast sämtlicher Marktmechanismen, die den Besitzstandswahrern irgendwelche Selbstbeschränkungen von sich aus nahelegen würden, was der eigenen Bereicherung auch nicht zuträglich wäre. Und so haben wir weiterhin europaweit mit die meisten stationären Patientenzahlen in den liebgewordenen Spitälern, wo jeder Lercherlschaß aufgenommen wird und die Sozialversicherung erscheint gezwungen jeden noch so minimalen pharmakologischen Fortschritt unverhältnismäßig teuer zu bezahlen. Darob freuen sich merkwürdigerweise die Patienten (die das noch dazu bezahlen müssen), die gekauften (wenige Meinungsmacher) oder ignoranten (die Meisten) Ärzte und die ob der Spannen entzückten Pillenverkäufer nebst der Pharmalobby. Und die rezeptgebührenbefreite Omama trägt das Alles nach Hause und lässt gottseidank viele Pulverl unberührt im Nachtkästchen verkommen, weil sie sonst gar nicht so alt geworden wäre, hätte sie das ganze verschriebene Zeug wirklich gefuttert.
Da ist nichts Erfreuliches auf dem Gehaltszettel in nächster Zeit bei den Abzügen zu erwarten. Noch dazu werden wieder einmal die Geldströme zu den Alterspensionsbeziehern gelenkt nach dieser Wahl. Und für einen Innovationsschub und Bildungsverbesserungen wird das Geld wieder nicht reichen, Hauptsache Oma und Opa können mit den Pensionisten wieder nach Rhodos fliegen und fürs Enkerl sparen. So ferne sie eines haben, weil der dringende Nachschub einheimischen Nachwuchses staatlicherseits im Vergleich zu den Alten viel zu wenig gefördert wird. Man sägt zwar am Ast auf dem man sitzt, dafür lässt sich die Pension neben dem lärmberuhigten Kinderspielplatz umso entspannter konsumieren.
Ich schreibe das hier nicht primär für etwaige Besucher meines Gedankengartens, sondern weil ich ein kleines launiges Redemanuskript brauche. Geht dann so in einem.
Und den schlafgestörten Idioten, die wie alljährlich gerade wieder die Sinnhaftigkeit der Sommerzeit in Frage stellen, wünsche ich zuletzt einen gesegneten Winterschlaf ohne 100% ige Aufwachgarantie!

Mittwoch, 25. Oktober 2006

Hier wird überwacht !

dgf

In diesen Tagen wird in Wien der alpenländische Großer-Bruder-Preis verliehen. Nominiert sind unter anderem die Bundesbahnen und die Wiener Linien für besondere Fahrgastbetreuung, einige hoffentlich bald nicht mehr sichtbare lokale Politgrößen für herausragende Leistungen ihrer Ministerien und ein paar Firmen inklusive dem Suchmaschienenweltmarktführer. Besonders erwähnenswert erschien auch der Ing. Hojac für Anregungen bezüglich Nachbarschaftsbeschattung um Kindesmißbrauch hintanzuhalten.. (Wird gestrichen, nicht blogwürdig).
Meine bescheidenen Bemühungen wurden wieder einmal geflissentlich ignoriert und für nicht auszeichnungswürdig befunden.
Dabei werden Besucher meines Gedankengartens beobachtet und registriert - zwar mit Genugtuung und großer Sympathie - aber immerhin ohne den expliziten Hinweis, dass Big Brother auch bei "tschapperl" über ihnen schwebt! Leiderleider nicht lückenlos, weil die Gratisversion von e-tracker nur die letzten 10 Besucher verfolgbar macht, aber immerhin. Die Ansätze sind vorhanden.
Männer sind zwar von Natur aus kaum neugierig oder angstbesessen, aber heutzutage weiß man ja nie wer sich wo, wann und warum herumtreibtsurft.
Juni 2026
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 1 
 2 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
 
 
 
 
 
 
 
 
logo

tschapperl

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

So viel ist geschehen
Zwei ereignisreiche Jahre. Und kein Tag umsonst gelebt.
tschapperl - 7. Mär, 17:53
Schief ging es. Aber...
Schief ging es. Aber erst nach 18 Monaten. Tolle Zeit...
tschapperl - 7. Mär, 17:51
schubbs ;-) wie gings...
schubbs ;-) wie gings weiter?
Bermejo - 16. Jul, 21:06
Es geht doch noch
Ich bin verliebt. Wunderschön: das Gefühl unterscheidet...
tschapperl - 19. Jan, 22:37
Na Bumm
Es gibt ihn noch, diesen Blog. Hätte fast drauf vergessen. Aber...
tschapperl - 31. Okt, 16:40

Kalendarium

Juni 2026
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 1 
 2 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
 
 
 
 
 
 
 
 

Extraordinäres

tschapperl@gmx.net

Mein Lesestoff


Reinhard Kaiser-Mühlecker
Der lange Gang über die Stationen


Christian Kracht
Faserland: Roman

Musikliste

WETTERBERICHT

Suche

 

Status

Online seit 7483 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 7. Mär, 17:53

Credits

powered by Antville powered by Helma

sorua enabled
Creative Commons License

xml version of this page

twoday.net AGB

www.flickr.com

BIG BROTHER

Visitor locations

Alltag
Baustelle
Bloggerschicksal
Botanisches
Brutpflege
Lyrische Ader
Momentane Befindlichkeit
Ortswechsel
Verdammt lang her
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren
Counter