Mittwoch, 7. März 2007

Endlich Berliner Luft

Zwei Jahre hat es gedauert, in zwei Wochen ist es wieder soweit. Ich packe mein Köfferchen und fliege ein paar Tage an die Spree. Was ist mir diese Stadt nicht abgegangen seither! Ein wenig Sehnsucht war jedesmal dabei, wenn ich im Fernsehen wieder ein paar Bilder gesehen habe.
Ich weiß eigentlich gar nicht was mich dort so anzieht, aber irgendwie schwingt Berlin mit meiner Wellenlänge.

Ewig schade nur, dass Paraflyer sein jüngstes Bloggermeeting zwei Wochen zu früh veranstaltet hat. Das wäre noch das Sahnehäubchen gewesen.
Aber man kann nicht alles haben!

Natürlicher Zeitplan

Der ist heuer gehörig durcheinander.

Voriges Jahr in der ersten Märzwoche ist erst der große Schnee gekommen, fast ein halber Meter.
Heuer blühen jetzt bereits die Forsythien, die Krokusse verabschieden sich bereits wieder und fallen um, alles treibt aus.

18 Grad noch am Abend - der Föhn macht´s möglich.

Mir ist es recht so. Nur die eine Woche Urlaub, die ich mir gewöhnlich für die Zeit der Baumblüte in die erste Maiwoche lege, die muß ich wohl nach vorne verschieben. Mindestens zwei Wochen vorher, eher schon drei.

Freitag, 2. März 2007

Vorsätze 2007 - Eine Zwischenbilanz

Zu Neujahr stand fest:

1. Die Kilos müssen runter
2. Am Jahresende werde ich heuer mit den Arbeitskollegen an einem Sylvesterlauf teilnehmen (10.000 Meter, keinesfalls unter 60 Minuten)

Anfang März stellt sich die Situation wie folgt dar: mit 84,6 kg wiege ich um 2 kg mehr als zu Jahresbeginn, die zurückgelegten Trainingskilometer beim Laufen sind 0 (null). Trotz neuer Laufschuhe, warmer Witterung und ausreichend Freizeit ist der Start immer wieder verschoben worden.

Was schreibe ich denn: "Ist verschoben worden". Wer hat hat ihn denn verschoben? Auch die Wortwahl entlarvt den Selbstbetrüger. Genauso wie das hierzulande gebräuchliche "a bisserl".

Samma halt no a bisserl weng g´rennt, hamma jo a no a bisserl Zeit, und wegen der bisserl Fettn wern ma a no wos mochn, amoi. Halt net heit.
Tschapperl stellt sich jetzt ins Eck und schämt sich für den Rest des Tages.

Hinkünftig könnte ich alle Beiträge in Abwandlung von Cato´s Spruch mit Ceterum censeo adipositatem esse reductam beschließen - nur so zur eigenen Erinnerung was anstünde.

Sonntag, 25. Februar 2007

Shutdown Day


Habe ich heute im Standard gelesen. Endlich wird ein onlinefreier Tag organisiert.
Tschapperl macht begeistert mit.
Schmerzen und Verzicht passen gut in die Fastenzeit.
Außerdem bin ich am 24.3. auf Reisen in Berlin (ohne mein Notebook).

Donnerstag, 22. Februar 2007

Mitschwangerschaft

Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr.

Sagt man.

Stimmt aber nicht. Oder nur in Ansätzen.

Anstatt unschuldig und fadisiert in die Vorfrühlingssonne zu blinzeln schwenkt heuer mein Blick auf der Straße neuerdings interessiert von Kinderwagen zu Kinderwagen, auf alles eben, mit dem die Brut herumchauffiert werden möchte. Mir ist zuvor nie aufgefallen, wieviele verschiedene es gibt: dreirädrige, vierrädrige, schmale, breite, sportliche und einkaufswagenähnliche Babykutschen. So eine verwirrende Vielfalt.
Und wieviele es in so einer Stadt gibt: wo bleibt der Geburtenschwund frage ich mich! Aber es sind halt immer diese subjektiven Wahrnehmungen, ähnlich der Erkenntnis, als ich damals meine erste Lederjacke kaufte und anschließend nur noch Mitmenschen mit gegerbten Tierhäuten herumlaufen sah.
Dann die Namensgebung! Seltsam, welche abwegigen Vorlieben Frauen haben und wie sie heftig und unwirsch auf die wohlgemeinten und durchdachten Vorschläge des Erzeugers reagieren. Bis Ende Juni muß hier irgendwie ein Konsens gefunden werden, ansonsten kann ich auf die entscheidende Frage der Hebamme nur mit einem Achselzucken antworten. SIE will keinen Karl und ICH will keinen Balg, der mit meinem Vornamen herumläuft. Das ist keine Ehre für mich und eine falsche Vorgabe für den Stammhalter!
Da kann man eigentlich nur auf ein Mädchen hoffen, es gibt hier mittlerweile einen Pool oder Minimalkonsens von 8 oder 10 Namen in der engeren Wahl. Einfach ist es aber nicht, wie man es auch betrachtet. Ein Name soll schließlich eine Bedeutung haben oder wenigstens einen brauchbaren Heiligen im Hintergrund. Und vor allem keine Allerweltsbezeichnung sein wie diese gräßlichen Lena/Lara/Hanna/Sara/Lisa-Abkürzungen und ähnliche Vereinfachungen ursprünglich brauchbarer Titulierungen. Auf der anderen Seite bekommt es sicher keinen Modenamen wie Lukas: sonst schreit man dem Stammhalter vom Rande des Spielplatzes herbei und ein Dutzend Lukasse drehen sich um.

Aber sonst geht es mir eigentlich ganz gut: ich leide unter keiner Übelkeit, mein Gewicht bleibt konstant, mir tritt niemand dauernd von innen gegen die Bauchdecke und ich kann mich gewohnt ungesund weiterernähren. Ich brauche keine Anti-Streifen-Cremes und die einschlägige Gymnastik sieht mich natürlich auch nicht, mein Mountainbike aber schon. Ich könnte rauchen wenn ich es nur täte und unbedenklich Tabletten gegen alle möglichen Wehwechen schlucken.
Einmal im Leben zieht Mann eben die bessere Karte!

Sonntag, 18. Februar 2007

Plagiat ???

http://tschapperl.livejournal.com/

Mittwoch, 14. Februar 2007

Mein Leibgetränk einmal anders

Blasebalg hat etwas entdeckt. Als deklarierter Anhänger des Amigesöff´s namens DietCoke empfehle ich einen Tritt auf den Blasebalg-Link.

Wäre eine schöne und preiswerte Alternative für Sylvester: 30 Flaschen ColaLight um wohlfeile 70Cent für die 2-Literflasche (im Angebot) ergäben ein respektables FeuerWasserwerk zum Jahreswechsel.

Sankt Valentin

Ein sicherlich verdienstvoller Heiliger und ein Eisenbahnernest an der Westbahnstrecke.
Diesbezügliche Feierlichkeiten scheinen absolut verzichtbar.

Die Notwendigkeit entspricht dem Tritt in ein Hundstrümmerl. Nur eine weitere importierte Brauchtumsveranstanltung aus dem Amiland (siehe Halloween).
Ich wäre ja sonst nicht so, sollen sie ihren Unfug treiben solange sie mich medial nicht damit tangieren. Aber irgendwann geht das Häferl über vor lauter Getue und Belästigungen.

Samstag, 10. Februar 2007

Halbzeit

Lange blieb es geheim, allmählich werden es aber immer mehr Menschen, die davon erfahren haben. Die lieben Leute, die hier gelegentlich in meinem Gedankengärtchen vorbeischauen, die sollen es nicht als die Letzten wissen.
Möglichweise gab es schon Andeutungen, vielleicht hat sich auch die Wahl der geschriebenen Wörter hier bereits geändert, hat sich das Weltbild schon verrückt - bevor jemand auf den Gedanken kommt, Tschapperl wird senil, seltsam harmoniebedürftig oder überhaupt etwas eigen - es gibt einen Grund dafür.
Einen Auslöser, der vor Jahren noch eine schreckliche Vorstellung gewesen wäre, schon der Gedanke daran ein Graus. Und dann keimt doch ein gemeinsamer Wunsch auf, wird abgewogen, überlegt und dann schließlich erfüllt, ehe es zu spät ist und die biologische Uhr sagt, dass es vorbei damit ist.
Ich bekomme im Sommer Nachwuchs.

Freitag, 9. Februar 2007

Supervision

Manchmal gibt es Schwierigkeiten am Arbeitsplatz. Heutzutage wird dann moderiert darüber geredet. Zwei etwa gleich große Gruppen setzen sich im Kreis automatisch gegenüber. Ich komme etwas zu spät, will mich eigentlich nicht zu den Alten, Besserverdienenden, Anschaffenden, Klügeren, Ausgebildeteren und Überlegt(er)en setzen, obwohl ich zweifelsfrei dorthin gezählt werden muß.
Es gibt viele kleine und große Gründe, warum Sand im Getriebe ist. Sie werden nach und nach genannt. Und dann fällt der Satz:" Es liegt auch am Alter der Gruppierungen, WIR JUNGEN ...".
Shit, denke ich mir in dem Moment, hat das jetzt wirklich sein müssen, was treibt die Göre an das wirklich aussprechen zu müssen? Warum muß ich mir hier anhören, was ich ohnehin schon ahne - nein, eigentlich weiß?
Warum fühle ich mich jünger, als es mir zusteht? Sehen die mich bei den Verbohrten, den Senilen, warum kann sie nicht sagen: "WIR Jungen und natürlich auch noch TSCHAPPERL...", oder "Bis auf wenige Kollegen der Gegenseite empfinden wir euch alle so uralt" und mich dabei merk- und fühlbar komplizenhaft anschauen.
In einem Topf mit den Alten geworfen zu werden, mit den Unflexiblen, dem Establishment, den vermeintlich Weisen und Altklugen! Ich könnte schreien.
Das hier ist mein Schrei!
Dieses Frühjahr beginnt nicht gut, es mutet an wie der Beginn der großen Lebenskrise in der Mitte des Daseins.

Sonntag, 4. Februar 2007

Murmeltierorakel

Phil aus Punxsutawney hat heuer keinen Schatten gesehen, als sie ihn in dort in Pennsylvania in diesen Tagen aus seinem Bau gezerrt haben. Es gibt dort also ein baldiges Frühjahr.
Bei uns hätte er sich heuer wahrscheinlich noch gar nicht schlafen gelegt.

Samstag, 27. Januar 2007

Wintermelody

Auszug aus der Tracklist meines neuen Musikhandys (51-63):

Straigthen up and fly (Robbie Williams)
Streets of Philadelphia (B. Springsteen)
Hot Stuff (Donna Summer)
Ich bin ich (Rosenstolz)
Hitmix (Münchner Freiheit)
It started with a kiss (Hot Chocolate)
It takes two (R. Steward&Tina Turner)
Eine neue Liebe (Jürgen Markus)
Last Dance (Donna Summer)
Samstag Nacht (Nicki)
Things (Robbie Williams)
Miss Sarajewo (U2)

Das ist eine zufällige Auswahl an Songs in der Originalreihenfolge, das Dutzend ab Titel Nr. 50. Nachdem ich das Handy mit einer 1 GB - Minispeicherkarte aufgerüstet hatte, musste auch Musik drauf - schließlich will man sich als Pendler in der Eisenbahn allmorgendlich nicht das Schnarchen und das übliche Gebrabbel der Mitmenschen anhören.
Die Arbeitskollegen haben sich auch dafür interessiert, drückten am Gerät ein wenig herum, fanden die Tracklist und waren über den Musikgeschmack meiner Wenigkeit höchst erstaunt: die Kommentare reichten von Bestürzung bis mitleidiger Belächelung, von Kopfschütteln bis völliger heimlicher Neuschubladisierung meiner Person.
Dabei habe ich nie ein Hehl daraus gemacht, dass ich ein alter Fan von Discomusik der 70er bin. Munic-Sound, Donna Summer, BeeGees - Reminiszenzen an ein Lebensgefühl. Ein paar grottenschlechte deutsche Schlager dürfen immer auch dabeisein - ist ja mittlerweil Kult, was sich damals im ZDF bei der Hitparade so alles getummelt hat.

Ist ja alles nur für die musikalische Betäubung am frühen Morgen gedacht. Nichts weiter!

Sonntag, 21. Januar 2007

Frühlingshauch



p10600642

Gestern im Garten aufgenommen: einige kleine Krokusse. Und auch die Leberblümchen ließen sich vom den abnormen Temperaturen täuschen.

Letztes Jahr lag an dieser Stelle bis Mitte März eine dicke Schneedecke, die Krokusse blühten erst Anfang April. Aber morgen soll das Frühlingsintermezzo wieder beendet sein!

Mittwoch, 17. Januar 2007

Wer fürchtet sich vor Kyrill ?

Wer Wind säht, wird Sturm ernten.
Andererseits: angesagte Katastrophen finden gewöhnlich nicht statt.

Beim letzten größeren Windereigniss 1999 haben sich bei meinem Häuschen ein paar Dachziegel verabschiedet. Mein Versicherungsmann wird schon schlecht schlafen!

"Schau mer mal" würde F.B. sagen.

Sonntag, 14. Januar 2007

Häferl

Auf Wunsch von Blasebalg. Hier ist es: mein Lieblingshäferl!

ccc-028

Geklaut auf der Loserhütte im Ausseer Land im steirischen Salzkammergut, anfang der 80er-Jahre (demnach verjährt). Auf der am Photo nicht sichtbaren Seite prangt noch die Bezeichnung "Lupitscher", die steht für eine dort in diesen Häferln ausgeschenkte höllische Tee/Wein/Schnapsmischung. Damals galt als Faustregel, dass man nach dem Genuß mehrerer Einheiten zumindest mit den Skiern das Tal mit einiger Sicherheit nicht mehr heil erreichen konnte.
Das Häferl und ich sind in die Jahre gekommen, heute dient es hauptsächlich der Inkorporation von Früchtetees.

Donnerstag, 11. Januar 2007

Splogging im Gedankengärtchen

http://blogs.icerocket.com/search?p=1&q=tschapperl&dl=&dh=&

????????????

Heute bei Symantec gelesen: Splogging. Mein Gedankengärtchen könnte eine Spam- oder Virusschleuder sein. Oder noch Schlimmeres. Ein Test bei www.icerocket.com wurde empfohlen (siehe oben).

Ganz verstanden habe ich es nicht. Was treiben die Osteuropäer nur mit "tschapperl".
Der tut, was er am besten kann: sich fürchten.
Nur wovor? Vor wem? Und warum?
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